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Mensch-Hannover Sandra Busse sitzt fest im Show-Sattel
Menschen Mensch-Hannover Sandra Busse sitzt fest im Show-Sattel
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18:02 03.12.2018
Sandra Busse ist die Frau hinter der Nacht der Pferde Quelle: Droese
Hannover

Die Frau kommt 2018 aus den Jubiläumsfeierlichkeiten gar nicht mehr heraus: Sie ist seit 25 Jahren beim Veranstalter Fachausstellungen Heckmann tätig, hat seit 20 Jahren die „Nacht der Pferde“, die in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen feiert, unter ihren Fittichen, „Und dann bin ich noch 50 geworden.“ Sandra Busse muss bei dieser Aufzählung selbst lachen, die Locken ihres braungelockten Wuschelkopfes wippen fröhlich mit.

Zeit, sich darauf auszuruhen, die Ereignisse Revue passieren zu lassen, hat sie aber nicht. Im Gegenteil. Ihre Arbeitstage derzeit dürften deutlich länger sein als üblich. Schon auf dem Weg in ihr Büro im Gebäude an der Europaallee sieht man Spuren von Busses Schaffen: Auf dem blauen Teppich liegen unzählige Farbfotos, die die „Nacht der Pferde“ aus all den Jahren dokumentieren, sie säumen den Flur. Ein echtes Stück Zeitgeschichte. Die diesjährige Inszenierung nennt die 50-Jährige ganz bewusst „Die Jubiläumsshow“ – „hätte ich sie ,Best of’ genannt, würde sie 24 Stunden dauern“.

Dafür holt sie die Crème de la Crème der Show-Reiterszene aus aller Welt nach Hannover. Zum Beispiel die Französin Clémence Faivre, die Blauen Reiter aus Hude bei Oldenburg, die schon bei der allerersten Show dabei gewesen sind, Showreiter Lorenzo (41) sowie Jean-François Pignon (49), „er ist der Pferdeflüsterer schlechthin“, weiß Busse.

Topstars wie diese und – wie Busse selber sagt – „ein guter Blick dafür, was bei Besuchern Emotionen auslöst“, haben sie zum unersetzlichen kreativen Kopf der Show werden lassen. Busse ist immer auf der Suche nach Neuem für die Show, die sie immer ein Jahr im Voraus plant (das Budget für das Jubiläum ist sechsstellig), sie reist dafür viel herum, vor allem nach Frankreich. „Die Franzosen sind besonders kreativ, sie leben anders mit Pferden, besinnen sich nicht nur auf die klassische Reitlehre“, weiß die Expertin. Und auch im Südfrankreich-Urlaub wird mal bei Reitern ein Stopp eingelegt.

Dass Pferde ihre größte Leidenschaft seit jeher sind, erwähnt sie beinahe nebenher: „Ich bin mit Pferden groß geworden.“ Es fing mit Turniersport an, seit ihrem elften Lebensjahr spezialisierte sie sich auf Dressur- und Springreiten. Sie besaß die Hannoveraner-Stute „Lucky“, „die anfangs gar nichts konnte, bis Klein-Sandra sie zurechtgeritten hat.“ Außerdem gab sie Reitunterricht. Heute besitzt die Eventmanagerin kein Pferd mehr, hat die aktive Reiterei sowieso an den Nagel gehängt. Es ist halt aufwendig. Sehr aufwendig. „Einen Tennisschläger kann man einfach in die Ecke packen. Ein Pferd nicht.“

Traurig ist sie deshalb aber nicht: „Ich kann das alles in meinem Beruf weiter ausleben, das ist mehr als besonders.“ Dass sie für das, was sie tut, brennt, weiß auch ihre Familie: Ihren Sohn Leo (9) hatte sie schon als Baby backstage im Kinderwagen dabei. Reitet er denn ? „Er hat mal auf einen Pony gesessen, fand das aber doof“, erzählt Busse lachend. „Er ist Fußballer. Aber er findet das, was Mama macht, total toll.“

Und auch im diesen Jahr wird sie wieder 1000 Pferde koordinieren, in Messehallen temporäre Pferdeboxen (um die 800!), aufbauen lassen, 53 Tonnen Späne und etwa drei Tonnen Heu ankarren sowie 55 Tonnen Stallmist gesondert auf Deponien entsorgen lassen. „Ich freue mich wirklich sehr, die Show wird sehr besonders“, sagt sie über die Vorbereitungen. „Wir erzählen die Geschichte der Künstler, spannen einen Bogen von 1993 bis in die Neuzeit.“ Wann ist denn zuletzt der Gaul mit ihr durchgegangen? „Mittlerweile gar nicht mehr“, so die Perfektionistin. „Außer, es geht jemand nicht nett mit den Tieren um.“

Die „Nacht der Pferde“ an lässlich der „Pferd und Jagd“-Messe steigt am 7. und 8. Dezember um 19 Uhr. Tickets kosten zwischen 32 und 49 Euro, inklusive ganztägigem Messeeintritt zwischen 42 und 59 Euro.

Von Mirjana Cvjetkovic

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