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Mensch-Hannover Reimann schließt „Clichy“, eine Burgerkette zieht ein
Menschen Mensch-Hannover Reimann schließt „Clichy“, eine Burgerkette zieht ein
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15:15 13.03.2018
DAS WARS: Ende April schließt Ekkehard Reimann das „Clichy“. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Das Gerücht gab es schon länger, jetzt hat er es offiziell bestätigt: Ende April schließt Ekkehard Reimann (76) sein Edelrestaurant Clichy. „Nach 62 Dienstjahren wird das Zeit“, schmunzelt der Spät-Pensionär: „Ich bin der älteste praktizierende Koch Hannovers, aber inzwischen wird es mir am Herd zu heiß“.

Mit Reimann geht eine Institution. 39 Jahre hat er das französische Restaurant Clichy geführt, zeitweise war das sogar mit einem Stern gekrönt. Außerdem gehörten zum Imperium Gattopardo (Nikolaiviertel), Röhrbein (Galerie Luise), Reimanns Fische am Maschsee, Königsberg und Reimanns Eck am Weißekreuzplatz. Beim Maschseefest hat er dafür gesorgt, dass die gehobene Küche am See einzog.

Die Zahl der Anmeldungen steigt

Jetzt ist mit den 14-Stunden-Schichten Schluss. „Seit bekannt ist, dass ich aufhöre, wollen alle noch mal ins Clichy kommen, ich habe schon 40 Reservierungen reinbekommen“, sagt der Edelkoch, der immer bodenständig geblieben ist: „Die wollen doch nur noch ihre Gutscheine loswerden. Aber da müssen sie sich beeilen, denn wenn ich erstmal zuhabe, koche ich nicht mehr für sie.“

Denn mit Reimann wird auch das Clichy schließen, trotz vieler Bemühungen konnte er keinen Nachfolger finden. Die hannoversche Burgerkette „Duke“ wird die Räume übernehmen. Daher war Reimann auch ganz wichtig, dass seine 18 Clichy-Mitarbeiter demnächst nicht auf der Straße sitzen. Er hat sich für sie eingesetzt, auch neue Jobs gesucht: „Das ist meine Familie, ich hatte ja keine eigene“, sagt Reimann. Einige, darunter Küchenchef Elmar Nußbaum, wechseln übrigens ins Reimanns Eck.

Reimann geht mit Wehmut

„Mir geht es gut“, bekräftigt Reimann, der sich eigentlich nie vorstellen konnte, aufzuhören. Und schiebt dann etwas leiser hinterher: „Aber de n Schlüssel werde ich wohl doch mit Wehmut abgeben.“

Von Maike Jacobs

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