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© Soeren Stache

Feier in der Nord/LB

Queen-Geburtstag mit Sir Wood in Hannover

Queen Elizabeth feiert in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Und weil Hannover eine besondere Beziehung zum Königshaus hat,
feierten gestern 300 besondere Gäste ihren Geburtstag in der Nord/LB. Allerdings ohne die Queen.

Hannover. Queen Elizabeth (90) etwas zum Geburtstag schenken? Bei der theoretischen Aufforderung ist der eine oder andere schon ein wenig zusammengezuckt: „Eigentlich hat sie doch schon alles“, fasste Hauke Jagau (55) ganz treffend zusammen. „Ein Stück Privatheit“ würde sich der Regionspräsident nach kurzer Überlegung für die britische Königin wünschen, „gerade wenn man so wie sie permanent unter Beobachtung steht“. Jagau war einer der gut 300 Gäste, die gestern ins gläserne Gebäude der Nord/LB am Aegi gekommen waren, um den 90. Geburtstag der Queen zu feiern. Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank, Gunter Dunkel (62), hatte eingeladen – er ist (seit sechs Jahren) britischer Honorarkonsul und somit Ausrichter.

„Ich wünsche ihr noch viele, viele Geburtstage bei guter Gesundheit und vor allem bei guter Laune“, betonte Dunkel in seiner Begrüßungsrede. Die jüngeren Gäste hatten ganz andere Geschenkideen parat: „Etwas Freakiges“, brach es aus Victoria Noth (19) heraus. Die Tochter von Ex-Talanx-Vorstand Thomas Noth (53) hat die Queen nämlich schon mal getroffen. „Ich habe dasselbe Internat besucht wie die Schwester der Königin, und deshalb hat sie es anlässlich der 500-Jahr-Feier mal besucht“, erzählte die 19-Jährige, die mit Mutter Ursula (53) in die Nord/LB gekommen war, von der Begegnung an der Felsted School. So richtig begeistert war die junge Frau aber nicht von der Monarchin: „Sie kam eine Stunde zu spät und hat kein Wort gesprochen.“ Gut, dass auf der Geburtstagsfeier gestern mehr geplaudert wurde. Ministerpräsident Stephan Weil (57) hob die besondere Beziehung Hannovers zum britischen Königshaus hervor (Stichwort Personalunion), der neue britische Botschafter Sebastian Wood (55) erntete Gelächter, als er kurz erklärte, warum man den Geburtstag der Queen – sie wurde ja am 21. April geboren – immer erst später feiert: „Wegen der Hoffnung auf schöneres Wetter.“ Damit die traditionelle militärische Zeremonie auf dem Trammplatz stattfinden konnte, musste das nämlich mitspielen – gestern ja wohl mehr als fragwürdig. Mehrfach sah Brigadegeneral Ian Bell (50) auf seine Wetter-App. Aber: „Auch wenn es geregnet hätte, hätte es den Enthusiasmus für die Feier nicht schmälern können.“ Obwohl die Briten ja im vergangenen Jahr Hannover und Niedersachsen verlassen haben, war es für Bell und seine Gefolgschaft „selbstverständlich, Honorarkonsul Dunkel und der Queen die Ehre zu erweisen“.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (52) hätte der Königin einen Rhododendron „Kürfürstin Sophie“ aus den Herrenhäuser Gärten geschenkt, Thyra Prinzessin von Hannover (42) einen sitzenden Buddha: „Gar nicht aus religiösen Gründen, sondern als Lebenseinstellung, als Hilfe im Leben.“ Auch schön. Ein ernsteres Präsent hätte Ex-Messe-Chef Klaus Goehrmann (77) in Folie gewickelt: „Eine Liste mit Argumenten gegen einen Brexit.“ Nord/LB-Koch Oliver Rasper (46) hatte fein säuberlich aufgelistet, was es zu essen gab: Datterinos mit Meersalz, Brisolette vom Kalb in Paprikasalsa, Salzgebäck und Cracker. Und was, wenn sich die Queen persönlich angekündigt hätte? „Sie hätte auch ein paar Buletten bekommen. Im Ernst – weil sie gut sind.“ Leider kam Ihre Majestät nicht – und hat wirklich was verpasst!

von Mirjana Cvjetkovic


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