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GESCHAFFT: Gemeinsam mit seinem Freund Werner Hartmann (links)fuhr Wolfram Nolte den Radmarathon Paris-Brest-Paris.

GESCHAFFT: Gemeinsam mit seinem Freund Werner Hartmann (links) fuhr Wolfram Nolte den Radmarathon Paris-Brest-Paris.

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Nolte packts: 1200 Kilometer mit dem Rad

Wolfram Nolte (37) ist schon als Kind immer viel Fahrrad gefahren. Dass er nun aber an einem Radmarathon über 1200 Kilometer teilgenommen hat, hätte er sich selbst vor ein paar Jahren nicht vorstellen können.

Hannover. Denn erst 2010 ist der Inhaber des Dekorations-Geschäfts „Lutzmann, Kerger und Traupe“ in der Altsatdt über einen Bekannten zum Rennradfahren gekommen.

Ein Jahr später hat er sich sein erstes Rennrad gekauft. „Ein ganz normales Standard-Rennrad aus Alu, mit mittelmäßiger Ausrüstung“, wie er sagt. Über den Kauf hat er damals lange nachgedacht - und ihn dann schnell bereut. „Die ersten paar Wochen hatte ich ziemliche Schmerzen. Ich dachte das würde gar nicht mehr aufhören, aber meine Freunde haben mich bestärkt weiterzumachen.“

Das Rennrad hat er immer noch. Die Schmerzen sind vergangen. Mittlerweile sind er und sein Rad ein eingespieltes Team.In Erinnerung an den Gründer seines Unternehmens, Hermann Kerger, ist er 2012 bereits von Neapel bis Hannover geradelt.

Vor kurzen hat der Hannoveraner nun zusammen mit seinem Freund Werner Hartmann (35) am Fahrradmarathon Paris-Brest- Paris teilgenommen. In etwas weniger als 80 Stunden hatte er die 1230 Kilometer lange Strecke bewältigt.

Was für viele unglaublich klingt, ist für Nolte nichts besonderes mehr: „Die Relationen verschwimmen bei solchen Strecken“, erklärt er, „man denkt nicht mehr darüber nach, dass man 400 Kilometer am Tag fahren muss“. Für Nolte seien solche Rennen eher geistige Regeneration.

Den letzten Tag des Marathons konnten die beiden Extremsportler gleich doppelt feiern: Sie sind nicht nur unter ihrer Wunschzeit (maximal 84 Stunden wollten sie brauchen) im Ziel angekommen, sondern es war auch noch Werner Hartmanns 35. Geburtstag.

Nolte hat sein nächstes Ziel schon vor Augen: „Mein heimlicher Traum ist es, einmal beim „Race Across America“ teilzunehmen“, erzählt er. 5000 Kilometer von der US-amerikanischen West- zur Ostküste - zu bewältigen in maximal 288 Stunden. Wenns weiter nichts ist.

Susanne Kolbeck


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