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Mensch-Hannover Nikolaj Georgiew fotografiert René Olivers leckere Torten
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00:16 01.07.2017
Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Wie muss es im Studio von Nikolaj Georgiew (51) gute drei Monate lang wohl zugegangen sein? „Moritz, kommst du mal eben?“, „Jonas, wo hast du das wieder hingelegt?“, „Stephanie, können wir das noch mal anders machen?“, „Wo ist das Mehl, Marlon?“. Das ist nur eine kleine Auswahl der Namen, die der Starfotograf bei seinem neuesten undwohl leckersten Projekt vergeben hat – er meinte aber immer ein und dieselbe Person: René Oliver (23)! Mit dem kauzigen Kerlchen hat Georgiew gerade gemeinsame Sache gemacht – die beiden haben ein Kochbuch produziert.

„Darin sind meine 19 schönsten Rezepte versammelt“, erzählt Oliver, der seine größtes Hobby zum Beruf gemacht und mit neuem Management einen neuen Anschub für seine Karriere starten will. Jetzt kümmert sich Marlon Melzer (38) von Trend ID um den jungen Mann, will ihn langfristig als Marke im Backhandhandwerk positionieren.

René Oliver will Backanfänger erreichen

„Ich will primär Backanfänger erreichen“, wünscht sich Oliver, „backen ist nämlich überhaupt nicht veraltet, sondern macht riesigen Spaß.“ Das kann auch Film- und Fotokünstler Nikolaj Georgiew bestätigen – bislang hatte der es nämlich nur mit dem Kochen. Jetzt hat der Mann, der mit Musikern wie Mel C. (43), Nicole (52), Kim Wilde (56) oder Hansi Hinterseer (63) arbeitete und mit seinem Digicopter Luftaufnahmen für Filme wie „Der Nanny“ von Matthias Schweighöfer (36) machte, Lust aufs Backen bekommen: „Den Zucchinikuchen habe ich jetzt schon dreimal gebacken. Der ist der Hammer!“, erzählt Georgiew und lacht. „Okay, eine kleine Abwandlung habe ich mir erlaubt und ihn mit Puderzucker bestreut.“ Kann man machen, findet auch Oliver.

In seinem Buch, das am 1. September erscheint, finden sich außerdem Grundrezepte, Tipps und Tricks – alles garniert mit 80 Fotos von Georgiew. Einen Tipp von seiner mittlerweile berüchtigten „Omma“ hat Oliver in seinem Buch natürlich auch versenkt: „Den Arbeitsplatz immer sauber halten“, zitiert er mit erhobenem Zeigefinger seine Großmutter Marie Luise Fedrich (69). „Sie weiß, wie das immer aussieht, wenn ich backe.“ Er winkt ab: „So kann ich aber am besten arbeiten. Kreatives Chaos eben.“

Georgiew hat mit den Torten-Kilos zu kämpfen

Die Großmutter war es auch, die den kleinen René einst ans Backen herangeführt hat – es vergeht eigentlich kein Gespräch mit dem Bäcker, in dem er sie nicht erwähnt. Und endlich kam auch er mal vor – Opa! „Der hat immer darauf gehofft, dass ich mit ihm und der Modelleisenbahn spiele“, erzählt der 23-Jährige und lacht. „Ich hab aber nun mal lieber mit Omma den Mixer geschwungen.“

Drei-, viermal die Woche hat er das auch mit Georgiew in dessen Studio getan. Nachbarn hatten übrigens immer mal leckeren Kuchenduft geschnuppert und die Köstlichkeiten nach dem Abfotografieren verputzt. „Mit den Kilos habe ich immer noch zu kämpfen“, sagt Georgiew und lacht. Hat ihn nicht entstellt ...

Von Mirjana Cvjetkovic

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