Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Mensch-Hannover Am Maschsee weht ein frischer Gastro-Wind
Menschen Mensch-Hannover Am Maschsee weht ein frischer Gastro-Wind
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:36 15.11.2018
Jörg Hammann und seine Frau Sonja übernehmen die Vereinsgaststätte des HRC am Maschsee. Quelle: Frank Wilde
Hannover

vvvSie mussten sich das Ganze gut überlegen. „Kurz vor 50 noch mal was ganz Neues wagen, ist ja nicht ohne“, sagt Jörg Hammann (49). Doch er und seine Frau Sonja Hammann (49) wagen es: Das Paar, das das Cateringunternehmen „Butschies“ in Ahrbergen bei Hildesheim betreibt, übernimmt im Dezember die Vereinsgaststätte des Hannoverschen Ruder Clubs (HRC) am Westufer des Maschsees. Und dann wird renoviert: „Wir machen hier alles neu“, kündigt der 49-Jährige an.

Die grobe Aufteilung: Der HRC investiert in den Außenbereich und in das Gebäude, die Hammanns krempeln das Innenleben der Gaststätte um. Die führt noch bis Mitte Dezember Jutta Paul – doch der Verein wünschte sich etwas Neues und verlängerte den Mietvertrag nicht.

Die Terrasse wird frisch mit Holz verlegt, große Panoramafenster werden eingebaut, und auch das Mobiliar wird ausgetauscht. „Wir planen einen Stilmix aus Loungemöbeln und maritimen Elementen“, sagt Sonja Hammann. Echtholz und die Farbe Weiß sollen dominieren, gegessen wird auf hochwertigen hohen Sofas und Sesseln. „Wir wollen eine tolle Wohlfühlatmosphäre am See schaffen“, sagen die beiden.

Tolle Terrasse: Auch der Steg in den See wird bespielt – hier sollen zum Beispiel Gin-Proben stattfinden. Quelle: Frank Wilde

Kulinarisch schwebt ihnen eine abwechslungsreiche und wechselnde Bistroküche vor. „Wir werden Pasta, Königsberger Klopse, Fisch, Tafelspitz und schöne Salate anbieten“, sagt der gelernte Koch und Konditor, der „ausschließlich Frischküche“ zubereitet und auch die Torten und Kuchen für „Butschies Bistro“ selber backen wird. Denn der Name des Cateringunternehmens wird auch im Titel der HRC-Gastronomie auftauchen, „das ist mein Spitzname“, verrät Hammann mit einem Grinsen.

Regionale Produkte und Produzenten

Die Zutaten für seine Karte sollen so regional wie möglich sein. „Pasta und Wein kommen von Rossini, Bier von Gilde und der Mashsee-Brauerei, Brot von Bäcker Borchers“, zählt er auf, auch der Kaffee soll von einem regionalen Produzenten geliefert werden. Beim Wasser macht das Paar in Sachen Regionalität eine Ausnahme: Das Viva con Agua wird aus St. Pauli geliefert, die Non-Profit-Organisation setzt sich für einen weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein.

Mittagstisch, Kaffee und Kuchen, eine ausgewählte Abendkarte, Frühstück am Wochenende – und es gibt viele weitere Ideen für die Gastronomie am Karl-Thiele-Weg am Westufer. „Wir werden Themenabende mit Büfetts anbieten, Barbecues im Sommer und Gin-Proben auf dem Steg“, sagt Hammann. Spezielle Angebote für Kinder und Sportler soll es außerdem geben. Am Seeufer möchten sie für warme Tage einen kleinen Strandbereich mit Liegestühlen einrichten. Und natürlich wird man das Bistro auch für Feiern und Veranstaltungen buchen können: In den Saal passen 150 Personen, im Sommer kommt die Terrasse dazu. Die Hammanns leben einen Traum: „Es war immer unser Ziel, nach Hannover zu kommen. Wir wollten dafür eine gute Lage – und die haben wir jetzt.“

Vom Catering zum Bistro

Das Paar arbeitet im Teamwork, und das schon seit 1990. Damals lernte er Koch im Forte-Hotel in Hildesheim, sie machte die Ausbildung zur Hotelkauffrau – eine Arbeitsliebe. Gemeinsam sammelten sie viele gastronomische Erfahrungen, führten Bistros und Hotels, Jörg Hammann kochte in England und auf Mallorca. Aber vor allem leiten sie seit 1996 „Butschies Catering“ in Ahrbergen, wo sie mit ihren Söhnen Jahn (20) und Frido (13), zwei Hunden, zwei Hühnern und zwei Hängebauchschweinen leben. Die Firma im Hintergrund erleichtert ihnen den Aufbau ihres ersten Lokals in Hannover. „Material, Küchenausstattung, Personal – wir können auf alles zurückgreifen.“

Trotzdem ist „Butschies Bistro“ eine unternehmerische Herausforderung. „Wir hoffen, dass wir Anfang, Mitte Februar eröffnen können“, sagt der 49-Jährige. „Mehrere Zehntausend Euro“ werden sie bis dahin in die Vereinsgaststätte investiert haben. Eröffnet wird dann in aller Ruhe, „wir sind Freunde vom Soft Opening.“ Eines Tages im Februar werden die Hammanns also eine Tafel rausstellen, „Wir haben geöffnet“ draufschreiben und loslegen. Von dem Standort sind sie überzeugt: „Die Location ist ein Juwel.“

Von Julia Braun

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lena Meyer-Landrut hat genug – die Sängerin setzt sich gegen Internet-Trolle zur Wehr. Und dafür bekommt sie Lob nicht nur von vielen Fans, sondern auch von Experten.

15.11.2018

Musikalisch ist der Mann ein Tausendsassa: Alexander Jahnke (31), der gerade mit dem Musical „Grease“ durch die Lande tourt, singt den offiziellen Song zur diesjährigen Vierschanzentournee. Am 16. November erscheint „Dein Wind“ – auch als Video. Die NP hat den Musiker im Teestübchen in der Altstadt getroffen.

14.11.2018

Seit 19 Jahren macht er die Hallen voll, am 17. November spielt Mario Barth (46) in der Tui-Arena sein Programm „Männer sind faul, sagen die Frauen“.

14.11.2018