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KRASSE STIMME: Seit mehr als 15 Jahren ist Maricel im Musicalfach unterwegs.

KRASSE STIMME: Seit mehr als 15 Jahren ist Maricel
im Musicalfach unterwegs.© Natalie Becker

Konzert

Musicalstar Maricel begeistert Hannover

Sie gibt alles: Mal ganz zart und leise, mal ganz kraftvoll kann sie sein, die Stimme von Maricel Wölk. Es ist ein "Halloween-Konzert", dass der Musical-Star aus Hannover in seiner Heimatstadt organisiert hat.

Hannover. Doch die Gänsehaut bei den Zuschauern kommt wohl nicht von der Grusel-Deko im Saal des RP5 am Raschplatz. Die schafft die blonde Schönheit allein mit Gesang.

Maricel ist eine, die weiß, was sie kann, das merkt man. Was ist mehr Bestätigung für eine Sängerin, als Hauptrollen, wie die der Prinzessin Amneris in Elton Johns Musical „Aida“ in Essen zu bekommen? „Das war schon echt fett“, erinnert sich die Südstädterin, die einst Popstar werden wollte und dann doch beim Musical landete. „Wir sind damit ja sogar bei ,Wetten dass..?’ aufgetreten.“

Das war die ganz große Bühne - jetzt ist es wieder etwas kuscheliger geworden bei ihren Auftritten, wie hier im RP5. Maricel sitzt im Jeans-Outfit, mit Mütze und Wollschal im Probenraum hinter der Bühne, greift zwischendurch immer wieder in ihre Handtasche, um eine Halstablette herauszufischen: „Ich war letzte Woche echt böse erkältet“, entschuldigt sie sich. Angst dass die Stimme versagt? „Nein. Darüber darf man gar nicht nachdenken, sonst passiert es erst recht.“

Doch bei stressigen „17-Stunden-Tagen“ komme eine Erkältung natürlich gar nicht gelegen: „Ich mache gerade so viel Verschiedenes“, erzählt sie und ihre Augen blitzen. Ein neues Album mit Pop und Soul ist in Arbeit, außerdem steht ein Konzert mit dem Polizeiorchester Niedersachsen am 4. November im NDR-Funkhaus an. Daneben widmet sich die selbstbewusste Künstlerin jetzt auch anderen Sparten: Malerei („Noch nicht lange, aber ich werde bald ausstellen“) und Komposition („Ein tolles Gefühl, der Nachwelt etwas von sich zu hinterlassen.“)

Was Nachwuchs angeht sind ihre Planungen weniger konkret. „Dazu muss ich ja erst mal den richtigen Mann finden.“ Während sie auf der Bühne schon so manches Mal die große Liebe traf (als Constanze in „Mozart“), hatte sie im echten Leben bislang noch kein Glück. „Naja, nächstes Thema“, sagt sie lachend. Eindeutig eine Powerfrau. Aber hatte nicht auch sie schon mal das Bedürfnis, alles hinzuschmeißen? „Oh ja“, sagt Maricel. „Aber wenn dann auf der Bühne alles läuft und das Publikum dir tolles Feedback gibt, dann ist das ganz schnell wieder vergessen.“