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TOP-MUSIKER: Mousse T. will die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ seriöser machen, verriet er der NP.

TOP-MUSIKER: Mousse T. will die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ seriöser machen, verriet er der NP.
© Rainer Dröse

Leute

Mousse T. wird neuer Juror bei „DSDS“

Ab kommenden Januar wird er jeden Sonnabend an der Seite von DSDS-Urgestein Dieter Bohlen (63) zu sehen sein: Star-Remixer Mousse T. (51) wird Teil der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“. Auch ein anderer Hannoveraner hat einen Auftritt vor Millionenpublikum: Sterne-Koch Tony Hohlfeld (28) ist am 19. November in der Vox-Show „Grill den Profi“ zu sehen.

Hannover. Er wurde gefragt – und hat „Ja“ gesagt. Die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ hat für die kommende 15. Jubiläumsstaffel ein insbesondere für Hannoveraner bekanntes Gesicht in ihren Reihen sitzen – nämlich das von Mousse T. (51). „Ich fühle mich echt geehrt“, sagte der Hannoveraner der NP, „und ich freue mich, meine Musikkompetenz in die Show einbringen zu können.“

Davon hat der Mann nachweislich eine Menge: Nicht nur, weil er mit Megastars wie Michael Jackson († 50), Timbaland (45) und Quincy Jones (84) zusammengearbeitet hat und 1998 als erster Europäer in der Kategorie „Bester Remixer“ für einen Grammy nominiert war. Mit den Song „Horny“ gelang ihm ein ausgezeichneter Ohrwurm, für Musiklegende Tom Jones (77) schrieb er exklusiv den Hit „Sex Bomb“ – sein internationale Durchbruch.

Nun wird der Musiker mit der markanten Brille also ab Januar 2018 immer sonnabends bei RTL an der Seite von Dieter Bohlen (63) zu sehen sein. „Wir sind uns einige Male über den Weg gelaufen, kennen uns aber noch nicht“, so Mousse T. über bisherige Berührungspunkte mit dem Show-Vati. Neben dem 51-Jährigen gibt es zwei weitere Juroren, die neu sind – es wurden ja bis auf Bohlen alle ausgetauscht. Zum einen ist da Ella Endlich (33), ihres Zeichens Musical-, Pop- und Schlagersängerin. Und Carolin Niemczyk (27), Sängerin der Elektropop- und Singer-Songwriterband Glasperlenspiel. „Caro kenne ich, eine wunderbare Wahl.“

Das neue Quartett wird erstmals am 15. Oktober tätig: Sonntag steht die erste Aufzeichnung der Jury-Castings in Frankfurt an, es folgen die Städte Köln und Hamburg. Wird er die Teilnehmer denn hart anpacken? „Darum geht es nicht. Es geht um Musikkompetenz und darum, dass die Leute ,DSDS’ als seriöses Format erleben“, sagt Mousse T. Genau damit tun sich Kritiker seit einigen Jahren allerdings schwer. Die Kommission für Jugendmedienschutz hat die Show schon wegen „herabwürdigendem Verhalten der Jury“ und einer „redaktionellen Gestaltung der Sendung, die Kandidaten gezielt lächerlich macht und dem Spott eines Millionenpublikums aussetzt“ gerügt. „Ehrlichkeit ist wichtig“, betont Neu-Juror Mousse T., „die kann man auch elegant und freundlich rüberbringen.“ Er will auch seinen Beitrag dazu leisten, der Sendung einen neuen Anstrich zu verleihen und seriöser zu werden. Vielleicht klappt es dann auch wieder mit positiven News, den Deutschen Fernsehpreis hat es für „DSDS“ schließlich auch schon gegeben.

Der Hit-Macher will die Show in eine Liga heben, „in der du Potenziale wie das von Beyoncé, Jamiroquai und Justin Timberlake findest“. Mousse T. könnte sich vorstellen, in seinem Studio auf dem Expo-Gelände den Gewinner zu produzieren, selbst den Zweitplatzierten, „warum denn nicht?“ Und noch was: Der DJ und Produzent nutzt das Format auch als Plattform: „Die Reichweite ist mega, es ist eine richtige Chance. Und ich wäre doof, wenn ich sie nicht nutzen würde.“ Zum Beispiel auch, um (endlich) sein drittes Album heraus zu bringen.

Nicht bis Januar, sondern nur noch gut einen Monat muss Tony Hohlfeld (28) vom Restaurant „Jante“ warten, bis er sich zum ersten Mal im Fernsehen sieht. Am 19. November hat der Sterne-Koch seinen Auftritt in der neuen Vox-Reihe „Grill den Profi“, in der drei Promis versuchen, unter Zeitdruck besser zu kochen als ein bekannter Star-Koch. Hohlfelds Job: das Promi-Team zu coachen und ihm mit guten Tipps zum Sieg zu verhelfen. „So was hatte ich noch nie gemacht, es hat unheimlich Spaß gemacht, war aber auch total anstrengend“, erzählt der TV-Neuling. Sein Promi-Team (Namen werden noch nicht verraten) musste einen Impro-Gang aus verschiedenen Zutaten zubereiten, anschließend hatte jeweils einer aus dem Trio für Vor- und Hauptspeise und Dessert zu sorgen – in nur rund 25 Minuten. „Da entstand schon eine lustige Hektik“, erinnert sich Hohlfeld und schwärmt von dem Teamgeist, der sich in der Sendung entwickelte. „Da waren alle total locker und sofort per Du, auch die Moderatorin Ruth Moschner ist supernett und fröhlich. Die ist echt so, wie sie im Fernsehen rüberkommt.“

Hohlfeld, der nach nur einem Jahr Selbstständigkeit mit seinem „Jante“ am Braunschweiger Platz einen Michelin-Stern bekommen hatte, gab seinen Leuten Tipps, „wann was wie lange in den Ofen kommt, auf welche Reihenfolge sie achten müssen.“ Und er war froh, dass die Maske nicht ständig anrücken musste: „Zum Glück habe ich bei den ganzen Kameras und Lampen im Studio nicht so geschwitzt, wie ich befürchtet hatte“,, sagt er und lacht. Und welche Tipps hatte das Studioteam ihm vor der Aufzeichnung gegeben? „Nicht so oft dazwischenzuquatschen.“

Mona Schrader (27), Hohlfelds Geschäfts- und Lebenspartnerin, saß in Köln im Studio und war begeistert. Der Sterne-Koch selbst freut sich weniger auf die Ausstrahlung: „Ich kann es nicht leiden, mich zu sehen und sprechen zu hören.“ Der TV-Ausflug hat ihm riesig Spaß gemacht, seine Zukunft sieht er dennoch nicht im Fernsehen: „Ich stehe lieber in meiner Küche.“

Von Mirjana Cvjetkovic und Julia Braun