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Mensch-Hannover Diese Mister haben große Pläne
Menschen Mensch-Hannover Diese Mister haben große Pläne
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18:18 27.11.2018
Mister Bremen Adriaan van Veen wohnt gerade in Hannover und hat 20 Kilo abgenommen. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Einem Titel hinterherrennen? Das hatte Adriaan van Veen (29) eigentlich nicht vor. Dennoch hat er bei drei Mister-Wahlen mitgemacht – in Bremen hat es schließlich ge­klappt: Seit Oktober trägt er den Titel „Mister Bremen“, was ihm die Fahrkarte zur Teilnahme bei der Wahl zu „Mister Germany“ einbrachte. Da mischt der Hannoveraner (Männer dürfen auch für andere Bundesländer antreten) am 8. Dezember im Linstower-Van-der-Valk-Resort mit, die Konkurrenz bei dem Event in Mecklenburg-Vorpommern ist groß.

„Natürlich ist es mein Traum, Mister Germany zu werden“, gesteht der 29-Jährige im Gespräch mit der NP. Unter die ersten drei zu kommen, wäre auch riesig, aber letztendlich tritt er an, um sich den Titel zu holen. Dafür trainiert van Veen eifrig, dreimal in der Woche steht Fitness auf dem Programm (Geräte und Ausdauer), au­ßerdem hält er sich strikt an seinen Ernährungsplan. In diesem Punkt ist der Blondschopf derzeit voll im Thema, „ich habe in fünf Monaten 20 Kilo abgenommen“. Irgendwann hatte er es bei einer Größe von 1,78 Meter auf satte 104 Kilo gebracht – schuld daran war die Insolvenz seines Start-ups „Yummy Bus“. Zielgruppe waren Studenten, die sich über eine App zwischen 17 und drei Uhr in der Nacht von dem Bus beliefern lassen konnten, „von Getränken, Schokolade und Toilettenpapier war alles an Bord“, so van Veen. Das Geschäft haute letztlich nicht hin, gleichzeitig zerbrach die Be­ziehung zu seiner Freundin. Seinem Kummer setzte er reichlich Pizza und Süßigkeiten entgegen.

Kampf gegen 104 Kilogramm

„Das ging ein Jahr so“, erinnert er sich bei einem stillen Mineralwasser im Kaiserhof am Ernst-August-Platz. „Ich habe mich einfach nicht mehr wohlgefühlt in meiner Haut. Ich muss aber auch gestehen, dass ich nie im Leben gedacht hätte, dass ich mal dick werden könnte.“ Denn nachdem er sich als Jugendlicher endlich aus der Haut eines Hänflings befreit hatte („Ich war früher so dünn, dass ich mich noch nicht mal ins Schwimmbad getraut habe“), hat er immer viel Sport getrieben: Leichtathletik, Kampfsport wie Judo, Fußball, Tanzen. Er sagte dem 104-Kilo-Adrian schließlich den Kampf an und reduzierte die Anzahl der täglichen Kalorien auf 2000, Zucker verbannte er ganz aus seinem Leben: „Ich habe heute ein ganz neues Selbstbewusstsein.“

Und zwar so viel, dass er nicht nur bei Mister-Wahlen mitgemacht hat, sondern auch regelmäßig bei Foto-Shootings vor der Kamera steht. „Es macht mir extrem viel Spaß, in verschiedene Rollen zu schlüpfen“, sagt er. Diese Leidenschaft geht so weit, dass der Mann, der sonst als Webdesigner sein Geld verdient, nun sogar Schauspielunterricht nimmt. Gerade war van Veen in Köln und besuchte einen Workshop von Francisco Medina (41). „Er ist eine Art Mentor geworden, hilft mir auch in der Vorbereitung auf die Mister-Wahl“, so der Kandidat über den Schauspieler, den man in der Rolle des Maximilian von Altenburg aus der Soap „Alles, was zählt“ kennt. Mal schauen, inwieweit van Veen bei der Wahl punkten kann – die Konkurrenz schläft schließlich nicht.

Auch Mister Niedersachsen will den Titel

Ein weitere Anwärter für den Titel lebt ebenfalls in Hannover, er hat van Veen bei der Wahl zum Mister Niedersachsen ausgestochen: Artur Werschinin (21). Auch er bereitet sich in jeder freien Minute auf die Wahl vor. „Ich mache richtig viel Sport, fokussiere mich auf Fitness und die Definition meiner Bauchmuskeln“, so der Profiboxer, „ich freue mich wahnsinnig auf die nächsten Tage.“ Morgen geht es zu­nächst ins Camp nach Ägypten, alle Teilnehmer sind im Vier-Sterne-Haus Tui Magic Life Club Kalawy untergebracht.

Artur Werschinin – Mister Niedersachsen. Quelle: Christian Behrens

Urlaub machen ist aber nicht angesagt, sondern Training, Training, Training: Kenny Dressler ist als Choreograf dabei (kümmert sich sonst um die Stripper der Sixx Paxx), „DSDS“-Gewinner Alphonso Williams (56) schaut vorbei, und Paradiesvogel Julian F. M. Stöckel (31) hilft den Jungs bei der Frage „Wie werde und vor allem bleibe ich berühmt?“ auf die Sprünge. Wir bleiben dran!

Von Mirjana Cvjetkovic

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