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MUTTER AUF STREIFE: So heißt der ARD-Film (morgen, 20.15 Uhr) mit Mira Bartuschek (links), Yanis Scheurer, Max von Thun und Alexandra von Giese.

MUTTER AUF STREIFE: So heißt der ARD-Film (morgen, 20.15 Uhr) mit Mira Bartuschek (links), Yanis Scheurer, Max von Thun und Alexandra von Giese.

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NP-Interview

Max von Thun über Sperrmüll und Schlaflieder

Als Familienvater ist Max von Thun (38) am morgen im ARD-Film „Mutter auf Streife“ zu sehen. Familienvater ist er auch selbst. Im NP-Interview erzählt er von Kochexperimenten, fünf Tonnen Sperrmüll und Schlafliedern für seinem zweijährigen Sohn.

Und - haben Sie das Rind aus der Spülmaschine schon nachgekocht?
Das Rind?

Das hatten Sie mal in einer Radioshow versucht, hat aber nicht geklappt.
Ja, ja, ich erinnere mich, die Spülmaschine war kaputt. Nee, das habe ich noch nicht probiert, aber Lachs habe ich inzwischen in der Spülmaschine gegart, kochen ist das ja nicht. Der Lachs war super. Der wird dann durch die Wasserstrahlen prima massiert, man stellt die Maschine auf die höchste Stufe ein, die gart das sehr schonend, das schmeckt wirklich gut (lacht).

Ist der Lachs auch ein Rezept von TV-Koch Stefan Marquard?
Ja, vom Spülmaschinen-Mann. Wobei: Ich bin eher ein Töpfe- und Pfannen-Koch.

Wie sind Sie überhaupt aufs Kochen gekommen? Der Zahnarzt Florian, den Sie im ARD-Film „Mutter auf Streife“ spielen, kriegt allenfalls Fertiggerichte warm.
Das war so vor zehn Jahren. Damals habe ich den Tag immer gemütlich mit einer Kochshow begonnen. Ich weiß leider gar nicht mehr, wie sie hieß. Aber da war immer ein Koch, der hat bei den Leuten in den Kühlschrank geguckt und geschaut, was er daraus machen kann. Das passte ganz gut zu mir - so mache ich das noch heute. Und inzwischen habe ich auch ein gutes Händchen dafür, was wozu passt. Für mich hat Kochen etwas Meditatives, wenn ich schneide und würze, dann vergesse ich alles um mich herum, dann beschäftige ich mich nur mit den Lebensmitteln.

Wer spült bei Ihnen zuhause?
Die Spülmaschine. Wobei ich angefangen habe, beim Kochen auch gleich aufzuräumen. Zwischen dem Kochen ist ja immer wieder Zeit für den Abwasch oder zumindest, um etwas einzuweichen. Ist das Essen fertig, ist auch der Großteil der Küche fertig.

Wow, klingt, als seien Sie super ordentlich ...
War ich lange nicht. Früher hatte ich eine Wohnung, in der habe ich alles gesammelt und gehortet. Überall war Staub, Bierflaschen stapelten sich in der Ecke. Aber dann bin ich vor sechs Jahren umgezogen, habe ordentlich ausgemistet, den Sperrmüll bestellt und habe am Ende für fünf Tonnen Sperrmüll bezahlt.

Fünf Tonnen? Respekt.
Und ich habe mir vorgenommen: Das passiert mir nie wieder.

Sind Sie ein Spießer?
Ach, das ist so ein Wort. Ist es spießig, Ordnung zu halten? Ich finde es schön, wenn ich in die Wohnung komme und nicht gleich über fünf leere Bierflaschen stolpere. Vielleicht sind das Ansätze zum Spießer, aber - ist das nicht eher normal?

Als Moderator für MTV kämen Sie so vermutlich nicht mehr in Frage ....
Gibt es den Sender noch?

Der Punkt geht an Sie. Hat Sie Ihr Sohn auch zur Ordnung gebracht? Vor zwei Jahren sind Sie Vater geworden.
Ach, klar, mein Sohn hat mich sehr verändert. Schon allein, weil sich der Fokus im Leben verschiebt. Jetzt ist da ein Lebewesen, das ist auf unsere Hilfe angewiesen. Natürlich würde ich gern mal länger schlafen, aber das Opfer ist es wert.

Sie sind Sänger und Gitarrist einer Band. Musizieren Sie auch mit Ihrem Sohn?
Ja, er spielt Mundharmonika, da kriegen die Kinder früh Töne raus, und ich spiele passende Akkorde auf der Gitarre dazu, das macht uns beiden Spaß. Ich hab ihm auch Schlaflieder aufgenommen. Die Idee war, dass er was von Papa hat, wenn der auf einem Dreh ist. Und das klappt super, wenn unser Sohn die Lieder hört, und die wünscht er sich jeden Abend, dann schläft er sofort darüber ein.

Freitag ab 20.15 Uhr ist Max von Thun in der ARD-Komödie „Mutter auf Streife“ an der Seite von Mira Bartuschek zu sehen.


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