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Mensch-Hannover Matze Knop freut sich auf seine Hannover-Premiere
Menschen Mensch-Hannover Matze Knop freut sich auf seine Hannover-Premiere
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15:12 12.02.2019
Matze Knop bei einem vergangenen Auftritt in Hannover. Quelle: Wilde
Hannover

Herr Knop, was ist denn so besonders an Hannover, dass Sie bei uns mit Ihrem neuen Programm Premiere feiern?

Ich habe schon immer gesagt: Hannover ist eine der Party-Hauptstädte Deutschlands. In Hannover läuft es immer sensationell, das Theater ist geil, die Stimmung Bombe. Letztes mal war in Berlin Tourauftakt. Und da es nicht immer das Gleiche sein soll, kamen für mich nur zwei Orte in Frage: meine Heimat Lippstadt oder Hannover (lacht).

Können Sie sich noch an Ihren ersten Hannover-Auftritt erinnern?

Da war ich als Supa Richie in irgendeinem Kellerloch. Das muss so Ende der 90er gewesen sein. Ich weiß noch, dass Oliver Pocher im Publikum saß, da kannte ihn noch keiner.

Sie wollen die Zuschauer mit nach Matzeknopien nehmen. Was ist denn das für ein Land, in dem Sie da regieren?

Ein geiles Land, das beste, was es gibt. Pippi Langstrumpf wäre neidisch gewesen: Es ist die Villa Kunterbunt als Land, mit Pferd und Affe. Und der Affe bin ich selbst (lacht). Es geht ein bisschen gesellschaftskritisch zu, Politiker, Ärzte, Lehrer, Fußballer – keiner bleibt verschont. Nur meckern wäre aber doof, deswegen mache ich mich auch darüber lustig, was wir in Supermärkten so vorfinden.

Nämlich?

Im Kühlregal stehen 80 Sorten Joghurt: Holunder-Butterkeks-Schinken oder Maracuja-Fensterkitt. Wer braucht das schon? Bei mir gibt’s zwei Arten von Joghurt: Schmeckt. Oder schmeckt nicht. Das Gleiche gilt für Brot: Weizen, Dinkel, Dreikorn, Vierkorn … Ich will doch frühstücken und keinen Gesprächskreis bilden. Außerdem ist man dann auch schneller fertig mit einkaufen.

Sie stecken derzeit noch in den Proben. Wie läuft es rund, wo hapert es noch?

Mittlerweile läuft es schon ganz gut. Videoeinspieler fehlen noch, ein paar Kleinigkeiten. Ach ja, eine Sängerin für die Matzeknopien-Hymne. Als Land hat man ja eine eigene Hymne. Die Sängerin ist krank geworden, aber ich bin guter Dinge, dass wir da eine Lösung finden.

Bei Instagram haben Sie über die Vorbereitungen geschrieben: „Zum Glück ist auch vieles spontan.“ Improvisieren Sie gerne?

Sehr gerne sogar, das macht mir großen Spaß. Nach dem zehnten Auftritt kann man ja alles auswendig, daher freue ich mich am meisten darüber, wenn mir was Neues, Witziges einfällt. Spontaneität ist durch nichts zu toppen. Nur übertreiben sollte man es nicht, sonst wird das Programm zu beliebig.

Sie sind ja der König der Parodien, es gibt eigentlich niemanden, den Sie nicht draufhaben. Um welche Figuren bitten Sie Ihre Fans eigentlich am häufigsten?

Früher war es immer Franz Beckenbauer. Und auch Pep Guardiola wollen die Leute immer wieder hören. Neulich waren ein paar Kerle im Publikum, die nur da waren, weil sie gehofft hatten, ich mache den Luca Toni. Jedenfalls wundere ich mich manchmal schon über die Wünsche, weil ich nicht damit rechne, dass die immer noch spannend sind.

Was ist eigentlich aus Richie geworden? Und Supa Richie?

Richie kommt auch auf die Bühne! Ich finde den Charakter immer noch gut. Er ist ja der Ursprungscharakter, der Pechvogel, der im Block wohnt. Und der sich manchmal in den verkappten Charakter Supa Richie verwandelt. Das ist ein bisschen so wie bei Donald Duck und Fantomas. Die Leute kennen die Figur noch und finden sie immer noch super: Großmäulig, mit skurrilen Ideen, sympathisch – aber trotzdem bleibt er ein Pechvogel.

Sie haben gerade eine Stiftung gegründet.

In Lippstadt, meiner westfälischen Heimat. Da komm’ ich her, und deshalb würde ich auch gerne mehr für meine Heimatregion tun. Man vergisst, dass Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung auch Hilfe brauchen. Die Matze-Knop-Stiftung ist die Erweiterung meines sozialen Engagements. Es ist leichter, es Leuten zu erklären, wenn es den eigenen Namen trägt.

Die Premiere von „Willkommen in Matzeknopien“ ist am 22. Februar im Theater am Aegi. Tickets kosten von 31,05 bis 37,95 Euro und gibt’s in den NP-Ticketshops (etwa Lange Laube 10) oder online: tickets.neuepresse.de

Mirjana Cvjetkovic

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