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Mensch-Hannover Matthias Brodowy schenkt Kaffee für den guten Zweck aus
Menschen Mensch-Hannover Matthias Brodowy schenkt Kaffee für den guten Zweck aus
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00:20 01.12.2018
ESPRESSO-KUNST: Kabarettist Matthias Brodowy (links) lässt sich von Aaron Jahnke in dieTechnik einweihen. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Gebannt verfolgt Kabarettist Matthias Brodowy (46), wie der Espresso in einem kräftigen Strahl von der Siebträgermaschine in das Glas läuft. „Ist das toll, wie sich die Crema entwickelt“, schwärmt er in der Hannoverschen Kaffeemanufaktur an der Wunstorfer Straße (Limmer). Einen ganzen Tag investierte er in einen Barista-Kurs, denn am 1. Dezember von elf bis 13 Uhr wird er im Eingangsbereich von Galeria Kaufhof am Hauptbahnhof am Tresen stehen, Latte Macchiato und Cappuccino zaubern – für den guten Zwecke.

Brodowy ist Schirmherr von „Genuss gewinnt“, ausgeschenkt wird bei der Aktion (läuft 30. November und 1. Dezember während der Kaufhof-Öffnungszeiten) der „Rethener Genusskaffee“, den Manufaktur-Chef Andreas Berndt (58) für die Hannoverschen Werkstätten entwickelt hat. Der Erlös geht an das Digital-Projekt „Via4all“, mit dem Menschen mit Behinderung für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

Für Brodowy die perfekte Symbiose: „Ich unterstütze die Werkstätten gerne“, erzählt der Kabarettist, der auch im Kuratorium der Special Olympics 2016 war. „Und ich bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker – ich zelebriere das.“ Vor dem ersten Kaffee morgens dreht er die Kurbel einer alten Handmühle („Das hat was Meditatives“), liebt kleine Röstereien, hasst Coffee-to-go. „Kaffee ist eine Philosophie, man sollte sich Zeit dafür nehmen.“

WIE GMALT: Ein guter Barista beherrscht die Kunst, mit Milchschaum und Espresso Bilder zu malen. Quelle: Frank Wilde

Kaffee ist außerdem eine Wissenschaft. Brodowy lernte viel über Molekühlgewicht, Extraktion und Bitterstoffe. Auch, wie man eine Blume in den Milchschaum zaubert? „Davor hab ich Respekt“, gibt er zu. Auch Kaffeemanufaktur-Chef Andreas Berndt macht nicht aus jedem Barista auch einen Kaffee-Künstler: „Die Grundlagen kann man lernen. Für das Blümchen braucht man ein Händchen.“ Wichtig sei die Feinmotorik, der Schwung aus dem Handgelenk.

400 Liter Milch für eine Bilder-Idee

Brodowys Lehrer Aaron Jahnke beeindruckte seinen Schüler mit diesen Geschichten: „Der Barista-Weltmeister von 2015 hat eine Schildkröte auf den Schaum gemalt.“ Ein anderer habe den Titel mit einem Zebra samt dampfender Kaffeetasse geholt. „Da gehen bei Idee-Entwicklung und Training aber 400 Liter Milch drauf.“

Eine wichtigste Erkenntnis gewann Brodowy bereits nach einer Stunde Barista-Unterricht: „Ich habe gelernt, dass man Espresso immer umrühren muss. Damit sich die Inhaltsstoffe vermengen und der Geschmack rund wird.“ Wir beherzigen das!

MIT SCHWUNG IM HANDGELENK: Aaron Jahnke (rechts) zeigt Matthias Brodowy, wie man Milchschaum-Bilder „malt“. Quelle: Frank Wilde

Von Andrea Tratner

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