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Marco Heggen singt.

Marco Heggen singt.
© Marco Heggen

Musiker

Marco Heggen singt am Maschsee

Marco Heggen (46) ist zurück – als Musiker. Am Sonntag stellt er von 16 bis 17.30 Uhr auf der Maschsee-Bühne am Nordufer seine neue Band „Heggen“ vor. Und zum ersten Mal erzählt er in seinen Songs von den Erfahrungen seiner Weltreisen.

Hannover. Lange hat sich Marco Heggen Zeit mit dem Musikmachen gelassen. Lange hat man bis auf kleinere Projekte nichts von ihm gehört. Nachdem der Musiker, Komponist und Produzent 2011 die Erfolgsband Marquess verlassen hatte, war er erstmal auf Weltreise gegangen. „Der permanente Druck hat mich platt gemacht. Das war wie ein Hamsterrad“, beschreibt Heggen die Zeit vor dem Ausstieg. Klar, die Erfolge erlebt zu haben, sei traumhaft gewesen, aber irgendwann sei für ihn die Zeit für einen Cut dagewesen: „Ich musste mich selbst orientieren, herausfinden, wer ich überhaupt bin.“

Immer wieder trieb es ihn in die Ferne, zwischenzeitlich hat er sich ein neues Standbein als Fotograf und Filmer aufgebaut. Trotzdem: Musik komponiert hat er auch in diesen Jahren. „Meine Erfahrungen habe ich in Songs verarbeitet, ich habe überall auf der Welt mit Musikern gespielt, Stücke aufgenommen.“ Ein Teil dieser Songs bildet jetzt die Basis. Daher hat die Band keine einheitliche Songsprache, Heggen singt auf Französisch, Englisch, Spanisch und Deutsch. Es gibt rockige Songs, Latino-Pop, Soul, Reggae, Raggamuffin und mehr. „Trotzdem habe ich als Komponist meinen Stil, der immer durchklingt. Der rote Faden sind die Melodien und meine Stimme.“

Die Musiker sind alles gute Freunde, teilweise auch lange Wegbegleiter von Heggen. Am Bass ist Grischka Zepf (47) aus Hannover, am Schlagzeug Sven Zumbrock (30), Gitarre und zweite Stimme ist Andrew Gräser (46), an den Keyboards steht Andreas Viereck (48), Farhang Mirzaie (34) singt. Namensgeber Heggen singt, spielt Gitarre und Klavier. „Es sind alles Berufsmusiker und Leute, die auf dieses Projekt total Lust haben“, freut er sich.

Das gilt auch für ihn: „Ich habe immer gesagt: Wenn ich mich noch einmal auf die Bühne stelle, dann aus reiner Freunde. Ich mag kein Korsett mehr haben mit Agentur, Label, Management. Immer verbunden mit der Frage, wo denn nun der große Hit sei – das ist ganz weit weg!“

Nachdem er sich von all dem lösen konnte, habe er auch wieder das Selbstvertrauen, auf der Bühne zu stehen. Denn, egal wie die Zeiten für ihn waren und was er beruflich alles ausprobiert hat: „Meine große Leidenschaft ist die Musik.“

Von Maike Jacobs


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