Navigation:
Bald in der Stadt: Marc Terenzi gehört zum Hauptact des „Weihnachtscircus“, der  ab 20. Dezember in der Stadt ist.

Bald in der Stadt: Marc Terenzi gehört zum Hauptact des „Weihnachtscircus“, der ab 20. Dezember in der Stadt ist.
© Nancy Heusel

Rückblick

Marc Terenzi: Sein neues Leben nach der Krone

Nach beruflichen Höhen und Tiefen hat Marc Terenzi (39) seinen inneren Frieden gefunden. Schuld daran war auch sein Sieg in der RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“. Die NP sprach mit dem „Dschungelkönig“ über sein aufregendes Jahr 2017.

hannover. Es gibt Menschen, die konnten während ihres Auftritts im „Dschungelcamp“ gar nicht tiefer sinken: Es gab die Heulsusen, Feiglinge, Alphatiere und Egoisten, dann auch noch die, die so ganz farblos waren. Und dann gab es in der elften Staffel der RTL-Show Marc Terenzi (39). Der Amerikaner punktete bei Mitstreitern und dem TV-Publikum mit seiner empathischen, hilfsbereiten und authentischen Art und brachte sie mit seinem Denglisch zum Lachen. Unvergessen: „Keiner Ähnung“ und „Dies are the Regels. We must them halten“.

Auch heute, ein knappes Jahr später, findet der 39-Jährige es immer noch „unglaub­lik“, dass er die Krone geholt hat, „denn so einfach war das Ganze nämlich nicht zu gewinnen“. Er war ganz allein auf sich gestellt, musste seinen Weg finden: „Und dann kommst du raus und hast es wirklich ge­schafft. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass eine Sendung wie diese meine Karriere so anheizen könnte.“ Diese Energie, die er nach dem Gewinn der Dschungelkrone gehabt hat, befeuert den Musiker bis heute: Auf Mallorca zog er sich im Sommer in seiner Strip-Show aus und pro Auftritt „bis zu 4000 schreiende Mädels an“, wie er der NP vor ein paar Tagen erzählte.

Zuschauerliebling

In seiner Wahlheimat Hannover war Terenzi seitdem gar nicht mehr so oft, er ist andauernd unterwegs, im Flugzeug und mit der Bahn fährt er zu Interview-Terminen, Auftritten, Shows, kommt eigentlich kaum zur Ruhe: „Und ich stecke auch schon längst in den Vorbereitungen für 2018.“ Unter anderem gibt es wohl Gespräche für andere bekannte Fernsehformate.

Finanziell hat sich Terenzi dank des Dschungels und der Folgen übrigens erholt: Aus der Insolvenz ist er raus, er machte nie einen Hehl daraus, dass er sich sehr wohl aus wirtschaftlichen Gründen dafür entschieden hat, die Strapazen des australischen Dschungels auf sich zu nehmen. Nun ist eine neue Single in Vorbereitung, „Pony“, ein Remake von Sänger Ginuwine: „Das ist auch eine tolle Strip-Hymne“, so Terenzi lachend. Mit seiner Tanztruppe Sixx Paxx tourt er auch, der im Dschungel um zehn Kilo abgespeckte Vorzeigekörper ist mittlerweile aber wieder ziemlich rund. Egal, die Damenwelt stört es nicht.

Apropos: Wie sieht es denn an der Liebesfront aus derzeit? In Sachen Treue hat sich der Ex-Mann von Popstar Sarah Connor (37) ja nicht immer nur mit Ruhm bekleckert: „Es gibt da jemanden sehr Speziellen in meinem Leben“, vermeldet er seinen aktuellen Beziehungsstatuts. Es sei ihm wichtig, jemanden zu haben, bei dem er runterkommen könne: „Ich will wieder zurück zum Familienleben, das gibt mir den Ausgleich, den ich brauche.“ Zur Familie zählen mittlerweile auch vier Kinder von drei un­terschiedlichen Frauen.

Neues Liebesglück

Von einer Frau, die eine besonders wichtige Rolle in seinem Leben spielt, musste sich der Künstler im Herbst verabschieden: Seine Mutter Antoinette starb. „Sie litt an Alzheimer, lag längere Zeit im Sterben“, erzählte er von der 70-jährigen Frau, „die mich immer unterstützt und angefeuert hat.“ Und auch wenn sie zu ihm immer gesagt hat: „Verlasse die Bühne nicht für mich“, unterbrach er doch Ende Oktober die Sixx-Paxx-Tour, um zu ihr nach Boston zu fliegen: „Ohne sie wäre ich nicht das, was ich heute bin. Ich bin so stolz darauf, ihr Sohn zu sein, und werde sie immer vermissen.“

Und was ist mit Hannover? Vermisst er die Landeshauptstadt? „Schon, die Stadt war schließlich für viele Jahre mein Zuhause, ich habe Freunde in Hannover gefunden.“ Die wird er im Dezember oft sehen können: Zum einen gehört Terenzi zur Besetzung des diesjährigen „Weihnachtscircus“ auf dem Schützenplatz (vom 20. De­zember bis 7. Januar, Tickets 22 bis 57 Euro), auch den Jahreswechsel verbringt der Sänger, Stripper und Lebenskünstler an der Leine: „Im Wasserturm feiere ich mit Freunden eine große Party, wer dabei sein möchte, soll gerne kommen. Das wird ein guter Abschluss für das Jahr.“ Die Party an der Vahrenwalder Straße 267 steigt ab 21 Uhr, Tickets kosten ab 20 Euro.

Bleibt zu hoffen, dass sich der in Teilen neu entdeckte Marc Terenzi treu bleibt, um weiterhin das Wichtigste in seinem Leben behalten zu können – „es ist und bleibt die Bühne“. www.weihnachtscircus-hannover.com www.sixxpaxx.de

Von Mirjana Cvjetkovic