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Mensch-Hannover Lea: Vom Youtube-Hit zum Plattenvertrag
Menschen Mensch-Hannover Lea: Vom Youtube-Hit zum Plattenvertrag
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13:41 30.03.2016
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Hannover

Am 22. April erscheint ihr erstes Album: „Vakuum“. Ein Vakuum braucht Becker auch, wenn sie Lieder schreibt: „Ich muss dazu alleine sein, ich brauche meinen eigenen Raum, brauche das Gefühl, komplett für mich zu sein.“ In Hannover ist dieser Ort ihr WG-Zimmer mit E-Piano in Linden. Aber auch in ihrem Elternhaus konnte sie gut arbeiten. Ihr Vater ist Musikpädagoge, es waren immer viele Instrumente zu Hause: „Ich konnte mir mehr oder weniger ein Instrument aussuchen.“ Mit sechs Jahren entschied sie sich für das Klavier. Mit zwölf schrieb sie ihre ersten Lieder. Auf Deutsch: „Ich kann mich da einfach am besten ausdrücken, weil es die Muttersprache ist.“

Garantien gibt es natürlich nie, aber einiges spricht dafür, dass Lea ganz schön erfolgreich werden könnte. Das Label Four Music hat sie unter Vertrag genommen, dort arbeiten auch Künstler wie Mark Forster (32), Marteria (33) oder Joris (26). Mit Mark Forster tritt sie am 7. April bei den Echos auf, als Background-Sängerin. N-Joy-Radio machte sie zum Newcomer des Monats März, der Streaming-Dienst Spotify platzierte sie auf diversen Playlists. Das alles hilft für die Bekanntheit: „Ich freue mich einfach, wenn Menschen meine Musik hören. Aber reich werden muss ich davon nicht, ich will einfach Kunst machen“, sagt sie.

Allerdings stellt sie auch immer wieder fest: Viele kennen sie schon – von früher. „Das ist total spannend“, erzählt sie, „die Leute sagen dann: Das ist doch die Youtube-Lea von damals!“ Nervt das nicht? „Für mich ist das besonders und schön“, sagt sie. Zu sehen, dass die vielen Klicks auch noch irgendwo in den Köpfen der Menschen sind. Den Song hat sie damals in der Schule aufgenommen: „In der zehnten Klasse im Musikraum, mit zwei Freunden in der großen Pause.“ Sie wollte dann gern ein ehrliches Feedback von Fremden bekommen und stellte das Video auf Youtube. „Youtube hat das supportet, ohne dass ich das wusste, und innerhalb einer Nacht hatte das Video dann 45 000 Klicks.“

Im Video singt eine junge Lea und begleitet sich am Klavier. „Wo ist die Liebe hin“ heißt das Lied – „was man damals eben so geschrieben hat mit 15“, sagt sie und lächelt. Peinlich ist ihr das allerdings nicht. „Ich glaube, man sieht anhand des Youtube-Kanals sehr stark meine Entwicklung“, sagt sie lachend, „aber das ist auch schön, zurückzublicken auf die acht Jahre und auch schon seine Erfahrungen zu haben.“ Heute hat der alte Song mehr als zwei Millionen Klicks erreicht.

Das alles klingt ein bisschen wie bei Popstar Justin Bieber (22) – auch er wurde in jener Zeit bei Youtube entdeckt und unterschrieb einen Plattenvertrag: „Aber das war nie meine Absicht. Ich hatte noch gar keine Songs und wusste auch nicht, wo es musikalisch hingehen sollte.“ Auch die Angebote von Casting-Shows lehnte sie ab.

Im Mai geht sie mit ihrem neuen Album auf Solotour.Und wer in den Kneipen von Linden unterwegs ist, kennt sie wahrscheinlich schon: Mit ihrem Kumpel Ben macht sie dort Barmusik „auf Hut“, um sich zu finanzieren. Wenn es gut läuft für Lea, wird man sie dort wohl bald seltener sehen ...

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