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Panne im Nirgendwo: Mit seinem Geländewagen ist Rainer Aulich fast überall die Attraktion.© Aulich

Abenteuer

Kult-Wirt Aulich auf Expedition durch Afrika

Seit Ende Januar ist Brauhaus-Gründer Rainer Aulich (56) weg. Mit seinem Geländewagen fährt er sechs Monate quer durch Afrika - auf der Suche nach Abenteuer und "dem inneren Punkt“. Püntklich zur Halbzeit meldete er sich mit beeindruckenden Bildern bei der NP.

Auszüge aus seinem Reisetagebuch:

"Es ist etwa Halbzeit der Tour. Rechnet man die 6.000 km Anreise und Umweg ums Mittelmeer ab, bin ich jetzt gut 10.000 km in Afrika unterwegs. Ich sitze kurz vor der Sambischen Grenze auf einer Kaffeeplantage in Tansania und mache die Ostertage eine Verschnaufpause, um ein kurzes Resümee zu ziehen und das geschundene Auto zu warten. Selbst ein Zeitraffer gerät zum Kurzroman so mannigfach sind die Eindrücke und Erlebnisse.

Über Genua mit der Fähre nach Tunis. Durch Tunesien bis zur Libyschen Grenze. Ausreise Tunesien aber keine Einreise nach Libyen. Nach zwei Tagen im Niemandsland lassen die Libyer aufgrund von drohenden Entführungen keine Europäer als Einzelreisende über die Grenze und erteilen keine Visa. Also zurück nach Tunis und mit der Fähre nach Sizilien. Von Palermo, über Messina nach Bari. Dort mit der Fähre nach Griechenland. Geht nicht - die Griechen streiken. Also durch Albanien nach Griechenland. Dann durch die Türkei bis Iskenderun. Dort mit der Fähre nach Port Said in Ägypten.

Nach zwei Wochen Irrfahrt um das halbe Mittelmeer endlich wieder in Afrika. Nach zwei Wartetagen im Hafen die Einreisegenehmigung. Von dort in der Nacht abenteuerlich durch Kairo bis Gizeh. Ein Tag Pyramiden und dann südwestlich eine Woche in die Wüste. Dünenfahren entlang der Abu Muharik zur Höhle Jara. Es folgen drei wunderschöne Tage in der Weißen Wüste. Eine Kulisse die schon dem Film des Englischen Patienten gedient hatten.Dann über den Karafish nach Dakhla. Von dort nach Luxor und Karnak ..."Rainer Aulich ist kein Schnacker, er ist ein Macher, ein Hauruck-Typ. Und seit drei Monaten ist er nun auch ein echter Abenteurer. Angst habe er selbst in Krisenregionen keine. „Es ist gefährlicher, über den Frankfurter Bahnhof zu laufen.“ 

Was der Ex-Gastronom sonst so alles auf der bisherigen Reise durch den schwarzen Kontinent erlebt hat, erfahren Sie morgen in der Neuen Presse.