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Mensch-Hannover Kestnergesellschaft blickt in die Zukunft
Menschen Mensch-Hannover Kestnergesellschaft blickt in die Zukunft
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00:20 18.04.2018
 GUTE GESELLSCHAFT: Christina Végh (v.l.) mit dem Künstlerduo Till Steinbrenner und Lotte Lindner. Quelle: Philipp Von Ditfurth
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Hannover

 Bunte Lichter strahlten von der Decke, Damen in langen Abendkleidern und Herren mit Fliege und Smoking kamen Sonnabend zum 35. „Dîner des Beaux-Arts“ des Förderkreises der Kestnergesellschaft. Mitglieder, Partner und Gäste aus Kunst, Politik, Kultur und Wirtschaft kommen jedes Jahr zusammen – speisen, plaudern und lassen das künstlerische Jahr Revue passieren. 120 waren es in diesem Jahr.

Das diesjährige Motto des Abends: Digitalisierung. „Jeder gesellschaftliche Bereich ist gefordert bei der Digitalisierung“, sagte Christina Végh (46), Direktorin der Kestnergesellschaft. „Seit Herbst haben wir im ganzen Haus W-lan – das ist revolutionär für Hannover.“ 20 000 Euro Spendengelder kamen an dem Abend zusammen. Damit soll der Ausbau der Kestnergesellschaft im Bereich der Digitalisierung weiter gefördert werden. „Viele Künstler beschäftigen sich damit“, so Végh. Das sehen auch Till Steinberger (50) und Lotte Lindner (47) so. Die beiden Künstler aus Hannover, bekannt von der Ausstellung „Made in Germany drei“, beschäftigt Digitalisierung aber nicht nur beruflich.

„Unser Sohn ist zehn. Facebook, WhatsApp, Instagram – hat er alles, aber kein eigenes Smartphone. er benutzt dafür meins“, erzählt Steinberger. Was der Sohn in der digitalen Welt so treibt, entgeht dem Papa also nicht. „Da brummt pro Abend schon 80-mal das Smartphone, wenn am nächstem Tag Bandprobe ist.“ Zuhause diskutiert die Familie viel über das Thema, die Eltern wollen ihren Sohn für den Umgang mit Internet und Co. sensibilisieren. „Man kommt nicht dran vorbei“, sagt Gattin Lotte Lindner. „Ich denke, dass wir inzwischen 80 Prozent unserer Arbeit am Rechner machen.“ Aber alles kann die digitale Welt eben nicht ersetzen. „Auf dem Bildschirm hat alles nur zwei Dimensionen. Da hat das Digitale noch seine Grenze“, so Steinberger. Diese Grenze kennt auch Ronald Clark. Der Direktor der Herrenhäuser Gärten arbeitet am liebsten analog. „Für einen Besuch im Großen Garten braucht man keine virtuelle Realität. Gerüche, Gefühle – das ist das Leben selbst.“

Ein besonderer Abend war es auch, weil der erste Vorsitzende des Hauses, Uwe Reuter (62), sein Amt vor den Mitgliedern an Hinreich Holm (52) von der Nord/LB übergab. „Ich danke für 14 Jahre Ihres Vertrauens. Die Kunst hat mir sehr viel Spaß gemacht“, so Reuter, der Vorstandsvorsitzender der VHV-Versicherung ist.

Neben Digitalisierung ging es aber auch um Genuss. Beckmanns Weinhaus servierte toskanischen Brotsalat mit Lachs, Rinderschmorbraten mit Sellerie-Kartoffelstampf sowie Panna Cotta mit Fruchtsauce. Dieser Abend zeigte, dass es sich lohnt, das Smartphone mal in der Tasche zu lassen. Schließlich entstehen so die besten Gespräche – nämlich von Angesicht zu Angesicht.

Von Karina Hörmann

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