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Mensch-Hannover Katrin Sass dreht Familiendrama in Hannover
Menschen Mensch-Hannover Katrin Sass dreht Familiendrama in Hannover
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00:16 13.05.2017
GUTES TEAM: Katrin Sass mit Film-Enkelin Malina Harbort. Quelle: Rainer-Droese
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gehrden

Immer wieder drosseln die Autofahrer an der Großen Bergstraße in Gehrden das Tempo, sobald sie die schöne weiße Villa mit der Hausnummer 12 passieren. Neugierig schauen sie auf die geparkten Lastwagen, aus denen geschäftige Leute Equipment wie Kabel und Lampen rausholen und in den Vorgarten schleppen.

„Also meine größte Herausforderung ist eindeutig diese spießige Frisur“, sagt Katrin Sass (60) in einer Drehpause. Sie lacht herzlich und zeigt auf ihren wohl frisierten Schopf. Aber so sieht das nun mal aus, wenn man eine Oma mimt. Und die heißt in dem Film Christine Unger, die ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall verliert. Damit nicht genug Tragik – ihre Enkelin Hanna (gespielt von Malina Harbort, 9) verliert ihre Mama, die alleinerziehend war und kommt nun in eine Pflegefamilie – eine deutsch-türkische. Ein Sorgerechtsstreit entbrennt, die Familie droht auseinanderzubrechen ...

Nicht immer „das Unheil dieser Welt“

„Es ist vielmehr das menschliche Drama als die deutsch-türkische Geschichte, die mich an dem Drehbuch gereizt hat“, erläutert Schauspielerin Sass der NP. Und auch wenn Themen wie Integration ganz bestimmt spannend sind, „wäre es doch besser, manche Inhalte aus Filmen rauszulassen“. Nanu? „Ich finde ganz einfach, dass die Leute wieder was gucken können sollten, das nichts mit politischen Situationen zu tun hat“, ergänzt Sass. „Es geht mir doch vor dem Fernseher auch so: Ich zappe und zappe, weil es kaum noch anderes gibt. Ich halte das einfach nicht mehr aus und will auch nicht immer an das Unheil auf der Welt erinnert werden!“

Rumms! So kennt man die Frau, die in der DDR ihre Karriere gestartet hat – die Charakterdarstellerin sagt frei heraus, was sie denkt, auch auf die Gefahr hin, anzuecken. So wie im Jahr 2013 als sie in der Talkshow von Markus Lanz (48) den damaligen Dschungelkönig Peer Kusmagk (41) heftig zusammenfaltet und eine Wutrede auf das TV-Format hielt, das damals für den renommierten Grimme-Preis nominiert gewesen ist (ihn aber nicht erhalten hat).

„Einfach mal ,Danke’ sagen“

In Gehrden betont sie dann noch, „dass es uns in Deutschland verdammt gut geht, wir mal Demut vor dem Leben haben und auch einfach mal ,Danke’ sagen sollten.“ Schauspielkollege Lutz Blochberger (57, spielt den Opa Theodor Unger) hält sich da raus und erzählt lieber von Hannover und der Region: „Ich bin zum ersten Mal hier in der Gegend und echt positiv überrascht.“ Für den Schauspieler schließt sich ein kleiner persönlicher Kreis: „In Leipzig habe ich lange an der Hannoverschen Straße gewohnt.“ Bei uns in der Stadt genießt der 57-Jährige den Tiergarten, dort wohnt er während des Drehs nämlich. Die Crew war bisher außerdem noch in Linden (es wurde im Café K. gefilmt), auf dem Expo-Gelände sowie im Georgengarten unterwegs.

Produzent Ulrich Stiehm (48) kann noch nicht genau sagen, wann der Film ins Fernsehen kommt, schätzt aber „Ende 2017, Anfang 2018“. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Geschichte!

Von Mirjana Cvjetkovic

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