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14:09 09.03.2017
Spielen im Theater am Aegi: Alexandra Kamp und Dietmar Horicka in "Illusionen einer Ehe".
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 Frau Kamp, in „Gut gegen Nordwind“ glänzten Sie vor ziemlich genau zwei Jahren an der Seite von Ronald Spiess. Nun stehen Sie mit ihm in „Illusionen einer Ehe“ auf der Bühne. Worum geht es da?

Jeanne und Maxime sind seit langem verheiratet. Auf die freundliche Nachfrage von Jeanne, mit wie vielen Frauen ihr Mann eine Affäre hatte, gibt er zwölf zu. Auf seine Nachfrage im Hinblick auf Seitensprünge ihrerseits entgegnet sie: mit einem Mann. Neun Monate lang. Darüber flippt der Mann völlig aus. Es ist ein sehr schlau und unglaublich witzig geschriebenes Stück.

Sie spielen wieder im Theater am Aegi. Das ist bekanntlich ein sehr großes Haus. Macht es das aufregender?

Und ob! 2011 habe ich das Stück bereits einen Monat lang vor ausverkauftem Haus in Stuttgart gespielt. Der Regisseur Christian Voss hat es nun neu inszeniert. Wenn du weißt, dass dein Stück abendlich 500 Leute begeistert, fragst du dich automatisch, ob es auch vor 1200 Zuschauern funktionieren kann.

Und, wird es?

Ich habe ein gutes Gefühl. Ich kann nur so gut wie möglich vorbereitet sein, auch auf mögliche störende Elemente.

Nämlich?

Na ja, in einem so großen Theater husten in Zeiten von Grippewelle dann vielleicht nicht nur 30 Zuschauer, sondern eben auch mal 300 (). Aber ich bin gewappnet und selbst kerngesund!

Einen Ihrer Hannover-Bezüge kenne ich: Sie sind mit Mousse T. befreundet. Was verbindet Sie noch mit der Stadt?

Leider noch nichts (). Ich würde sehr gerne erneut „Gut gegen Nordwind“ und das Nachfolgestück „Alle sieben Wellen“ ein paar Tage bei euch spielen, damit ich dann die Stadt noch besser kennenlernen kann.

Eine Sache fällt mir noch ein: Sie spielen im August bei den Nibelungen-Festspielen mit Sascha Göpel. Der hat ja auch ewig hier gelebt.

Im Ernst? Ach, jetzt, wo Sie es sagen: Der Festspiel-Regisseur Nuran David Calis hat tatsächlich 2005 ein Stück uraufgeführt, in der Sascha die Hauptrolle hatte. Er ist ein superfantastischer Schauspieler, und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit.

Und noch was: Sie haben in mehreren Folgen in der Serie „Dr. Klein“ mitgespielt. Jetzt raten Sie mal, woher Simon Licht stammt?

Hannover?! Nee, ne? Ist ja lustig. Aber jetzt setze ich mal einen drauf: Raten Sie mal, wer den „Maxime“ in „Illusionen einer Ehe“ in Stuttgart gespielt hat? Simon Licht!

Sie haben jahrelang gemodelt, unter anderem für Christian Dior und Paco Rabanne. Was hat Sie letztendlich dann doch auf die Bühne gezogen?

Es war für mich immer klar, dass ich Schauspielerin werden will. Ich stand bereits mit sechs Jahren im Kindertheater in Baden-Baden auf der Bühne. Durch das Modeln konnte ich die Welt bereisen und Geld für die Schauspielschule verdienen.

Und heute modeln Sie immer noch.

Wir leben glücklicherweise in einer Zeit, in der Frauen über 40 auch noch eine Daseinsberechtigung haben (). Und interessanterweise trifft das mehr und mehr auch auf Werbung zu. Frauen in meinem Alter wollen Produkte, die sie kaufen, nicht an 17-jährigen Mädels sehen.

Sie haben mal etwas von einem „Zehn-Minuten-Power“-Schlaf erzählt.

Schlafentzug auf Dauer ist nicht wirklich lebensverlängernd. Schon als kleines Mädchen habe ich gelernt, dass ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit zusammenrollen und fest schlafen kann. Das gibt Lebensfreude und hält gesund und fit.

Haben Sie sonst noch ein Rezept für tolles Aussehen?

Kokosöl, Kokosöl, Kokosöl! Für Haut, Haare und in der Küche (). Ich liebe es!

„Illusionen einer Ehe“: Am
16., 17., 18. März ab 20 Uhr im Theater am Aegi – am 18. auch um 16 Uhr. Karten: 29 bis 42 Euro in NP-Ticket-Shops (Lange Laube 10) und unter
 neuepresse.tickets.de

Von Mirjana Cvjetkovic

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