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AM MIKROFON: Jamie-Lees Leben hat sich seit „The Voice“ extrem verändert: „Es ist einfach gerade sehr flippig.“© Por 7

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Porträt

Jamie-Lee Kriewitz singt für ein Millionenpublikum

Sie ist Hannovers Gesangstalent bei „The Voice of Germany“. Jamie-Lee Kriewitz (17) steht heute bei der Live-Show auf Pro 7 auf der Bühne. Der NP hat sie verraten, wo sie das Singen gelernt hat, welchen Song sie performen wird und wohin sie irgendwann auswandern möchte.

Sie ist jung, etwas verrückt, stimmgewaltig und ein Riesentalent. Ohne Frage, Jamie-Lee Kriewitz (17) fällt inmitten der Kandidaten von „The Voice of Germany“ auf - und das nicht wegen ihrer schrillen Outfits. Die Bennigserin sang sich mit „The Hanging Tree“ von Jennifer Lawrence souverän durch die „Blind Auditions“. Alle vier Voice-Coaches drehten sich für die 17-Jährige um. Andreas Bourani (32) war begeistert von ihrer „Dynamik und den verschiedenen Stimmfarben“ - und das in dem Alter. Entschieden hat sich Kriewitz aber für die Coaches Michi Beck (47) und Smudo (47) von Team Fanta. „Ich wusste schon von Anfang an, dass ich zu Team Fanta gehen würde“, erzählt Jamie-Lee der NP. Die Rap-Songs der Jungs gefallen der jungen Frau einfach am besten: „Dazu finde ich die beiden sehr lustig, und das passt super zu mir.“

Eine gute Entscheidung für das talentierte Mädchen aus der Region Hannover. Mit der Unterstützung ihrer Coaches ging es für Jamie-Lee durch die „Battles“ und die „Knockouts“ bis in die heutige Live-Show (20.15 Uhr, Pro 7), in der sie „Lights Will Guide me“ von der Band Fahrenhaidt singen wird - „ein sehr ruhiger Song“, beschreibt ihn Jamie-Lee.

Woher sie dieses Gesangstalent hat, das sie zu einem der Favoriten bei „The Voice“ macht, weiß die flippige 17-Jährige selbst nicht so genau: „Bei mir in der Familie kann niemand wirklich gut singen.“ Wem sie aber die gute Ausbildung ihrer Stimme verdankt, steht für sie außer Frage: „Vor fünf Jahren bin ich in den Gospelchor Joyful Noise eingetreten. Der Gruppe verdanke ich alles, was ich stimmlich draufhabe.“ Vor der Live-Show will Jamie-Lee noch nicht vom Finale träumen: „Ich bin nicht überzeugt davon, dass ich die Show gewinnen werde oder ins Finale komme. Ich versuche, mein Bestes zu geben. Dann kann ich mir nichts vorwerfen, wenn ich rausfliege.“

Gespannt darf man wie immer auf ihr Outfit sein. Gern hätte sie sich passend zum Song angezogen, aber dann wäre die Garderobe wohl nicht verrückt genug gewesen: „Jetzt wird das Outfit eine kleine Überraschung. Es entspricht aber weiterhin meinem Stil.“ Und der ist ein ganz besonderer, fernöstlicher. Vor gut zwei Jahren hat die Bennigserin in der Zeitschrift „Bravo“ den Trend Dekora-Kei für sich entdeckt - eine Modeerscheinung aus Japans Hauptstadt Tokio: „Dabei geht es darum, dass man sich so niedlich wie möglich kleidet, und das möglichst übertrieben.“ Als am besten „kitschig und bunt oder komplett pink“ beschreibt sie ihren Kleidungsstil, den sie aber auch gern variiert: „Im Alltag ziehe ich mich nach Lust und Laune an.“

Falls es mit dem Sieg bei „The Voice of Germany“ nicht klappt, will Jamie-Lee trotzdem versuchen, mit ihrer Musik Geld zu verdienen: „Musik ist meine große Leidenschaft.“ Vorher konzentriert sie sich aber auf ihr Fachabitur, das sie an der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln im Fach Gestaltung macht. Und falls es mit der Musikkarriere doch nicht klappen sollte? Dann will Jamie-Lee Koreanistik studieren und „irgendwann für eine gewisse Zeit nach Seoul auswandern. Mich reizt die Kultur dort sehr.“ Das kann aber noch warten: „Erst mal möchte ich hier wohnen bleiben. Hannover ist für mich meine Heimat.“

Der Ablauf

Heute startet „The Voice of Germany“ in die erste Live-Show (20.15 Uhr, Pro 7). Für zwölf Talente geht es um den Einzug ins Halbfinale (10. Dezember, 20.15 Uhr, Pro 7). Die Coaches Stefanie Kloß (31), Michi Beck (47) und Smudo (47), Andreas Bourani (32) und Rea Garvey (42) schicken jeweils ihre drei verbliebenen Talente ins Rennen. Am Ende darf jeder Coach eines seiner Talente direkt für das Halbfinale nominieren. Alle übrigen müssen sich dem Zuschauer-Voting stellen. Nur vier von ihnen können es ins Halbfinale schaffen. So kann es auch passieren, dass ein Coach nur mit einem Talent in der entscheidenden Runde vor dem Finale steht und um seine Finalteilnahme bangen muss. Von den acht Halbfinalisten kommen nämlich nur vier ins Finale (17. Dezember, 20.15 Uhr, Pro 7). Dort werden die übrigen Talente mit internationalen Gast-Acts auftreten und ihre erste eigene Single präsentieren. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer „The Voice of Germany“ 2015 wird. fw


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