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Auf der Sonnenseite des Lebens: Alex Jahnke genießt im „Schöne Aussichten“ die Zeit nach „DSDS“ und freut sich auf all das, was jetzt noch kommt.

Auf der Sonnenseite des Lebens: Alex Jahnke genießt im „Schöne Aussichten“ die Zeit nach „DSDS“ und freut sich auf all das, was jetzt noch kommt.
© Rainer Dröse

„DSDS“-Heimkehrer

Jahnke: „Hannover bleibt meine Heimat“

Kaum wieder Zuhause, kommt gleich die Sonne mit. Lange war er weg von zu Hause, nun ist Alex Jahnke (30) endlich wieder zurück in der Heimat Hannover. Die NP hat den „DSDS“-Zweiten in der Stadt getroffen und über Glücksgefühle, Fans und die Zukunft gesprochen.

Hannover. Seit Sonntagabend (7. Mai) ist er wieder zu Hause, wohnt übergangsweise bei seinen Eltern: „Es ist irgendwie total strange, manchmal habe ich das Gefühl, ,DSDS’ hat nie wirklich stattgefunden“, fasst Alex Jahnke (30) seine aktuelle Gemütslage zusammen, als er sich mit der NP bei strahlendem Sonnenschein im „Schöne Aussichten“ trifft. „Es ist fast so, als wäre alles nur ein Traum gewesen.“

Ist es aber nicht, das weiß der 30-Jährige in Wahrheit natürlich auch – der Sehnder ist tatsächlich Zweiter bei der Casting-Show von RTL geworden. Und das haben auch viele Leute mitbekommen, immer wieder kommen Fans in der City an und bitten Jahnke um ein gemeinsames Foto.

„Ich bekomme auch viel Post, da sind echt süße Sachen dabei“, erzählt der Sänger, der für die musikalische Karriere seinen Job als Groß- und Außenhandelskaufmann erstmal an den Nagel gehängt hat. Fans schreiben ihm etwa, dass er ihr großes Idol ist, schicken ihm Texte und Briefchen aller Art, einige bewerben sich tatsächlich als Freundin. „Ich bin Single und es kommt wie es kommt“, sagt er recht gelassen. Die Mädels lassen sich allerhand einfallen: „Mittlerweile besitze ich sechs, sieben Labellos“, erzählt er bei einem alkoholfreien Weizenbier in der Sonne und lacht. Warum Pflegestifte? Offensichtlich schauen die Anhänger bei den Videos, die er bei Facebook und Instagram online stellt, ganz genau hin – „und sehen dann, dass meine Lippen immer mal ziemlich trocken sind“.

Anekdoten wie diese erzählt der 30-Jährige mit so einer Leichtigkeit, dass es einfach nur Spaß macht, ihm zuzuhören. Auffällig: die Bodenständigkeit, die er dabei an den Tag legt. „Ich war noch nie so der Typ, der abhebt.“ Er beschreibt sich als Menschen, „der nicht gleich in Begeisterungsstürme verfällt, sondern die Situation zunächst begutachtet und dann weitersieht.“

Die Lage zu Hause bei seinen Eltern Diana (58) und Burkhard (63) in Sehnde hat Jahnke ganz genau begutachtet: „Ich bin wieder in mein Jugendzimmer gezogen“, sagt er und grinst. Erste Amtshandlung: „Neue Matratze bei Ikea kaufen, da steht jetzt nämlich nur ein Sofa.“ Es ist eine Übergangslösung, da der Singer-Songwriter ja noch gar nicht weiß, wo es ihn in Zukunft hin verschlägt. Fest steht aber, „dass ich immer super gerne in Hannover gelebt habe“. Fünf Jahre hat er in Linden-Nord, dann in Barsinghausen und Vahrenwald gewohnt. Als 18-Jähriger hat er gerne in der Baggi und der Dax-Bierbörse gefeiert, „heute mag ich eher die alternative Ecke, gehe ins Chèz Heinz und in die Faust.“ Hannover ist für ihn Heimat, das wird im Herzen auch immer so bleiben.

Noch ein paar Tage lebt er „nur so in den Tag hinein“, dann geht es mit den anderen drei Finalisten Alphonso Williams (54, hat die Staffel gewonnen), Maria Voskania (29) und Duygu Goenel (23) auf kleine Radio-Promo-Tour, ehe Anfang Juni die große „DSDS Live“-Tour startet. In 19 Städten tritt der Vize-Sieger mit seinen Casting-Kollegen dann auf – „leider ist Hannover nicht dabei, ich hätte echt gerne hier gespielt“. Es fehlt ihm die Action, die er in den vergangenen sechs Monate fast tattäglich hatte, bald soll Jahnke die aber wieder haben: „Die Bühne gibt mir so ein unglaublich großes Gefühl von Freiheit, da fühle ich mich angekommen.“

Für die Zukunft plant der Musiker aber eher die Solo-Karriere, ein paar Lieder hat er auch in der Mache. Gesanglich will der 30-Jährige weiter an sich arbeiten, etwa seine Atmetechnik festigen. „So ist das eben, wenn man sich 15 Jahre lang das Singen falsch beigebracht hat“, merkt er da ganz selbstkritisch an. Seine Zukunft sieht er realistisch. Er weiß: „Ich habe nur jetzt diese eine Chance – also gebe ich volle Pulle.“ Und es ist tatsächlich schlau, genau jetzt auf der Erfolgs- und Bekannheitswelle weiterzureiten. Viel Erfolg dabei!

Tipp: Nächsten Mittwoch (17. Mai) gibt Alex Jahnke im Sehnder Apart Hotel (Peiner Straße 7) von Oliver Habenicht (53, der hatte ja einen Fanbus in eine Live-Show nach Köln organisiert) zwischen 15.30 und 17.30 Uhr Autogramme.

Von Mirjana Cvjetkovic