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UNVERHOFFT KOMMT OFT: Ulli Hahn (links) und Frank Ochotta eröffnen Anfang September in der List das „La Rock“. Für viele in der Stadt eine richtig große Überraschung.© Behrens

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Porträt

In der List: Hahn und Ochotta rocken Restaurant

Man muss schon etwas verrückt sein, um Designer Ulli Hahn (47) und Gastronom Frank Ochotta (52) gemeinsame Arbeit zuzutrauen: Am 8. September eröffnet das ungleiche Duo ein Restaurant in der List, das „La Rock“.

Was denn nun: Gleich und gleich gesellt sich gern? Oder Gegensätze ziehen sich an? Bei diesem Duo dürfte es eindeutig Letzteres sein - Gastro-Szene aufgepasst, es könnte ein Beben folgen: Frank Ochotta (52) und Ulli Hahn (47) eröffnen ein Restaurant! Die Tinte auf dem Vertrag ist frisch getrocknet: „Ich habe den Laden gekauft, Frank kümmert sich um die gastronomische Konzeption“, stellt Hahn kurzum klar, als die NP das frischgebackene Geschäftsduo an der Voßstraße besucht. „La Rock“ soll das Restaurant (eröffnet am 8. September) heißen, noch prangt der Schriftzug „Azurro“ über dem Lokal, das Niki van Hilten 20 Jahre lang betrieb.

„Unsere Liebe zum Essen, unser hochwertiger Anspruch ans Essen“ nennt Hahn, den viele aus seinem Klamottenladen „Ullis Ullikat“ in der City kennen dürften, die Gründe für die Zusammenarbeit. Ein guter Anfang mag das ja sein, aber reicht das aus? „Ich hatte schon lange vor, ein Restaurant zu eröffnen“, so der 47-Jährige weiter. Jetzt hat er endlich die passende Location gefunden, „und mit Frank habe ich mir jemanden geholt, der richtig Ahnung von der Gastronomie hat“, ist er sich sicher.

Und Ochotta? Er war doch gerade erst vor zwei Jahren freudestrahlend ins „Gattopardo“ zurückgekehrt. „Seit 1. März bin ich dort raus“, sagt der 52-Jährige, „weil wir da schon längst in Planung für diese Geschichte waren.“ Es gibt aber auch die Version, dass interne Reibereien um Ochottas Arbeitsweise zu der Trennung geführt haben. „Klar gab es negative Kommentare“, nimmt Hahn seinen neuen Partner in Schutz, „aber ich sehe ja, dass er sein Ding richtig macht.“ Wie auch immer - nun machen diese zwei gemeinsame Sache. „Jenseits vom Durchschnitt“ (Hahn) soll es werden, „individuelle, hochwertige Gastronomie für die Nachbarschaft“ (Ochotta). Sie wünschen sich für die 34 Plätze in ihrem Laden (muss noch renoviert werden) Gäste, „die Lust auf ein Glas Wein und einen Snack haben“, genauso herbei wie solche, die „richtig essen gehen wollen“. Die Karte wird sicher fleischlastig, außerdem saisonal und regional - das haben sie sich vorgenommen. Einen Klassiker haben sie schon verraten - „Unser tägliches Brot gib uns heute“, Röstbrot von Gaues mit täglich wechselndem Belag: mal mit Roter Bete und Ziegenfrischkäse, mal rustikal mit Spiegelei.

„Wir sind grundsätzlich verschieden“, betont Ochotta zum Schluss, „aber genau deshalb passen wir so gut zusammen.“ Hoffentlich bleibt das so - wir sind jedenfalls gespannt.


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