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FRÖHLICHER AUFTRITT:Mit Ex-Ministerin Heidi Merk ist Herbert Schmalstieg verheiratet.Das Paar lernte sich über diePolitik kennen - und lieben. Für sietrennte er sich von Ehefrau Uta.Fotos: Archiv

FRÖHLICHER AUFTRITT: Mit Ex-Ministerin Heidi Merk ist Herbert Schmalstieg verheiratet. Das Paar lernte sich über die Politik kennen - und lieben. Für sie trennte er sich von Ehefrau Uta.© Behrens

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Herbert Schmalstieg: „Ich schreibe mir selber Postkarten“

Der Spitzname als Kind, der erste Kuss, die letzten Tränen? In „NPersönlich“ bitten wir prominente Hannoveraner um Antworten. Heute: Kult-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (71), der 34 Jahre die Geschicke der Stadt geleitet hat.

Hatten Sie als Kind einen Spitznamen?
Herbie. Meine Mutter nannte mich Franz. Warum, weiß ich nicht.

Wovor haben Sie sich als Kind am meisten gefürchtet?
Allein zu sein.

Was war als Kind Ihr Lieblingsbuch?
„Oliver Twist“ von Charles Dickens - das war das erste Buch, das ich geschenkt bekommen habe.

Der erste Kuss - wissen Sie wo Sie heute steckt?
Das war mit meiner Spielfreundin Helga aus der Klopstockstraße mit sechs Jahren. Sie lebt heute wohl in Süddeutschland.

Das erste eigene Geld: Womit haben Sie es verdient?
Mit acht Jahren habe ich beim Verkauf von Gemüse und Kartoffeln auf dem Klopstockmarkt geholfen .

Und wofür ausgegeben?
Für Micky-Mouse-Hefte und Briefmarken.

Wofür würden Sie Ihre letzten 50 Euro ausgeben?
Wenn es für mich wirklich die letzte Möglichkeit wäre, für Flüchtlingshilfe im Nordirak oder für die Obdachlosen-Zeitschrift „Asphalt“.

Wenn Sie einen Tag eine Filmfigur sein könnten, welche wäre das?
„Pelle, der Eroberer“, die Hauptfigur im Romanzyklus von Martin Andersen Nexö. Weil Pelle, eine schwere Jugend hatte und aus ihm ein großer Revolutionär wurde.

Welcher Mensch der Zeitgeschichte hat Sie am meisten beeindruckt?
August Bebel, der große Führer der deutschen Sozialdemokratie. Seine legendäre Rede auf dem Parteitag der SPD im Jahr 1899: acht richtungsweisende Stunden über Taktik und Prinzip der Partei.

Was ist das Mutigste, was Sie je getan haben?
Sicher, dass ich mich in politischen Fragen nie „verbogen“ habe. Persönlicher Einsatz für Menschenrechte auch vor Ort in der Türkei, in Malawi, der West-Sahara, in Kolumbien. Oder als ich im Korb am Drahtseil hängend mit einem der Mitglied der Traber-Gruppe vom Nordufer zum Hotel am Maschsee über den See gefahren bin - in 30 Metern Höhe!

Wo machen Sie am liebsten Urlaub?
Jetzt auf der Kanareninsel La Palma, früher auf Bornholm.

Und in welches Land wollen Sie unbedingt noch reisen?
Nach Cabo Verde.

Wann haben Sie das letzte Mal geweint?
Im Februar in einem Flüchtlingscamp bei der Schilderung von jezidischen Frauen, was sie beim Überfall der IS-Kämpfer erleiden mussten.

Was mögen Sie an sich gar nicht?
Das ich so schlecht Nein sagen kann, wenn es um Terminanfragen oder Hilfswünsche geht.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?
Rot, na klar!

Was ist Ihre Lieblingsjahreszeit?
Der Frühling, besonders die frühen Morgenstunden, wenn der Tag erwacht und die Blumen zu sprießen beginnen.

Was ist Ihr liebstes Gesellschaftsspiel?
Backgammon und Doppelkopf.

Woran glauben Sie?
An Gott.

Von welchem Gegenstand können Sie sich nicht trennen?
Von meiner Glücks-Bronze-Medaille von der Einweihung des Rathauses am 20. Juni 1913.

Was würden Sie gerne im Handumdrehen lernen wollen?
Spanisch, damit meine Lehrerin mit mir zufriedener wäre.

Wem haben Sie zuletzt eine Postkarte geschrieben?
Ich schreibe aus jedem Ort der Welt an mich eine Karte für meine Sammlung.


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