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Mensch-Hannover Heike Wolpert macht Kater Socke zum Krimihelden
Menschen Mensch-Hannover Heike Wolpert macht Kater Socke zum Krimihelden
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00:21 17.03.2018
IHRE INSPIRATION: Autorin Heike Wolpert mit Kater Socke. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Eigentlich mochte Heike Wolpert (52) Hunde ja immer etwas lieber. Bis zu dem Tag, als ihr zu Hause in Mittelfeld ein Kater zugelaufen ist. Das war im Sommer 2009. Seitdem lebt Kater Socke bei ihr und ihrem Mann Peter (62).

„Ich habe meiner Nachbarin immer erzählt, was der Kater so angestellt hat“, erinnert sich Heike Wolpert, die das geschwächte Tier liebevoll aufgepäppelt hat. Die Dame, mittlerweile verstorben, hatte selbst Katzen und demnach auch ein Ohr für Geschichtchen aus der nachbarschaftlichen Tierwelt. „Sie müssen das aufschreiben“, lautete der Rat der alten Dame, „sonst haben Sie es irgendwann vergessen.“

„Ich werde mal Schriftstellerin“

Wolperts Ehemann half seiner Frau, die bei der Nord/LB als Businessanalystin arbeitet, ganz einfach auf die Sprünge – „er kaufte mir einen Laptop“, erzählt die 52-Jährige. Und da er „so viel Geld dafür ausgeben hatte, musste ich also wirklich ran“. Sie lacht. Denn nichts fiel ihr leichter als das, was sie seit Kindertagen bereits tut: „Ich war noch keine zehn, da habe ich Detektivgeschichten ge­schrieben.“ Für Klein Heike war klar: „Ich werde Schriftstellerin.“

Einziges „Problem“: Die Schülerin war auch in Mathe total gut, mochte Knobeln, wusste mit Zahlen umzugehen. „Letztendlich ist es dann auf Mathematik hi­nausgelaufen“, so Wolpert. Mit der Ausbildung zur Softwareentwicklerin war es mit dem Schreiben dann erst einmal passé. Bis vor ein paar Jahren eben. „Ich hatte Hemmungen, meine Manuskripte überhaupt jemandem zum Lesen zu geben“, erzählt sie.

In Hannover findet Wolpert ihre Leidenschaft

1990 ist sie nach Hannover gezogen. Grund: „Ich wollte nicht in Schwäbisch Hall versauern, mal woanders hin.“ Und als sie dann schließlich mal einen Freund in Eckernförde besucht hatte und durch die niedersächsische Landeshauptstadt bummelte, dachte sie sich: „Ja, warum eigentlich nicht Hannover?“ Rückblickend eine gute Wahl, hier hat sie ihren Mann kennengelernt – und ihre größte Leidenschaft wiederbelebt.

Wolpert begann 2013 ihren Roman „Schönheitsfehler“ zu schreiben. Darin geht es um einen Kater, auch der heißt Socke, der über eine Leiche stolpert und Hauptkommissar Peter Flott hilft, den Mord an dem Mann aufzuklären. „Der Roman ist aus wechselnden Perspektiven erzählt“, erklärt die Autorin, „mal aus menschlicher Sicht, mal gibt es Szenen mit Katzen.“

Am 11. April kommt „Katertrunk“ auf den Markt

Als sie fertig war – sie schreibt in ihrer Freizeit, besonders gern auf Reisen –, „wollte ich das Manuskript nicht einfach so liegen lassen. Also schickte ich ein Exposé an Verlage.“ Gmeiner aus Baden-Württemberg wollte zügig den ganzen Text, erinnert Wolpert sich. Irgendwann rief ihr Mann sie im Büro an: „Sitzt du?“, fragte er vorsichtig: „Sie sind interessiert, laden dich zum Gespräch ein!“ Die Krimiautorin entsinnt sich, wie begeistert sie gewesen ist: „Es war schon toll, und ich war platt! Es hat ja niemand auf eine Heike Wolpert ge­wartet.“ Das Debüt erschien, und auch vom zweiten Krimi „Schlüsselreiz“ wurde bereits die zweite Auflage gedruckt. Mit „Katertrunk“ kommt nun am 11. April der dritte Teil der Reihe auf den Markt.

Lesung im Café „Stubentiger“

In ihren Romanen spielt ihr Umfeld übrigens immer wieder mal eine Rolle. Ihr Lieblingsitaliener aus dem Viertel, der eigentlich Libanese ist, kommt vor. Einige Plätze aus der Nachbarschaft lassen sich ebenfalls wiederfinden. „Ich habe noch so einiges vor“, sagt die Geschichtenerfinderin und lacht fröhlich. Eine Idee für das vierte Buch hat sie schon parat. Erst einmal fiebert sie aber dem Erscheinungstag von „Katertrunk“ entgegen, „es ist schon toll, das fertige Buch in den Händen zu halten“.

Daraus wird Wolpert übrigens auch vorlesen: Die Premiere steigt am 19. April ab 19 Uhr im „Stubentiger-Café“ inmitten schnurrender Miezen (Escherstraße 14). Ti­ckets: 18 Euro, inklusive Flying Buffet.

Von Mirjana Cvjetkovic

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