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Faszinierend: Bei Pavel Gurov sieht der Kraftakt an der Chinesischen Stange nach eleganter Leichtigkeit aus. Foto: Oetter

Castingshow

Hannoveraner bringt Spannung ins „Supertalent“

Dieser junge Mann hat eine fette Portion Talent. Mit Akrobatik-Shows in ganz Deutschland verdient Pavel Gurov (24) sein Geld. Das Besondere: Der Herrenhäuser hat sich alles selbst beigebracht. An der Chinesischen Stange will der gebürtige Russe Sonnabend (20.15  Uhr, RTL) die Juroren bei „Das Supertalent“ überzeugen.

Hannover. Kraftvoll, elegant – einfach atemberaubend. Es wäre schon verwunderlich, wenn Pavel Gurov (24) die Jury mit seiner spektakulären Show nicht überzeugen könnte. Sonnabend hat der Herrenhäuser seinen großen Auftritt bei der Casting-Show „Das Supertalent“ (RTL, 20.15 Uhr). An der Chinesischen Stange will der Akrobat den kritischen Blicken von Musiker Dieter Bohlen (61), TV-Moderatorin Inka Bause (46) und Choreograf Bruce Darnell (58) standhalten. Das flößt Respekt ein: „Ich habe mir die Technik nahezu selbst beigebracht“, erzählt der 24-Jährige. Er macht am liebsten alles in Eigenregie. „Ich schneide die Musik, mache die Choreografie“. Vermutlich greift bei seiner Nummer deshalb alles so perfekt ineinander.

Wer jetzt denkt, der junge Künstler trainiert schon, seit er ein kleiner Steppke ist – falsch! Bis er 14 war, spielte der Herrenhäuser Fußball. „Dann entwickelte ich eine Leidenschaft für Kung-Fu-Filme und darüber auch für Kampfkunst“, erzählt er. Über Freunde geriet er an einen chinesischen Trainer, der ihm Unterricht gab. „Das ist bis heute der einzige Lehrer, den ich hatte“, so Gurov. Nachdem der Lehrmeister zurück in seine Heimat gegangen war, entdeckte der Teenager das Tricking für sich. Eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, Breakdance und Akrobatik. „Durch die Kampfkunst hatte ich eine starke Basis und bin schnell gut geworden“, sagt der Artist. So gut, dass Heidi Aguilar (55) auf ihn aufmerksam wurde. Ende 2012 nahm die hannoversche Chefchoreografin ihn mit auf Tour für ihr „Feuerwerk der Turnkunst“.

Bei Europas erfolgreichster Turnshow fingen übrigens auch Pierre Büchner (21) und Timo Gödecke (22) an. Die Groß-Buchholzer gewannen dieses Jahr die Pro 7-Casting-Show „Got to Dance“. Kein schlechtes Omen, oder? Gurov lacht. „Ich habe die beiden damals dazu ermutigt, und wir trainieren immer noch zusammen in Badenstedt“, verrät der smarte 24-Jährige, der vor zwei Jahren in der Tanz-Show selbst kein Glück hatte.

Aber: Heute hat er eine zweite Chance beim „Supertalent“. „Mir geht es darum, mich mit der Nummer an der Chinesischen Stange bekannter zu machen“, sagt er. Gewinnen will er natürlich auch. Hat er Respekt vor dem Auftritt? „Ich habe nur vor negativen Bewertungen Angst. Denn dann hat man es als junger Künstler schwerer, neue Aufträge zu bekommen“, weiß Gurov. Und die braucht er.

Nach fünf Semestern Mediendesign schmiss er sein Studium an der Expo-Plaza für die große Leidenschaft. Mama Marina Gurova (56) war anfangs natürlich nicht begeistert. „Mittlerweile ist sie wahnsinnig stolz“, glaubt der Sohn. Schwester Maria (26) arbeitet als Dolmetscherin in München. „Sie unterstützt mich, wo es nur geht“. Aufgewachsen sind die Geschwister übrigens im russischen Murmansk – nördlich des Polarkreises. „Eine megacoole Kindheit mit all dem Schnee und den Polarlichtern“, schwärmt der RTL-Kandidat. Als er zehn Jahre alt war, zog die Familie nach Hannover. Er träumt heute wieder von der Welt. „Ich würde gerne mal in den USA auftreten“, äußert der 24-Jährige. Ehrgeiz, Disziplin und Talent dafür hat er.

Wir drücken die Daumen, dass „Das Supertalent“ Pavel Gurovs Sprungbrett nach Übersee ist. Jana Meyer


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