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Mensch-Hannover Hannover: Hier spricht der stille Clown Bulipp
Menschen Mensch-Hannover Hannover: Hier spricht der stille Clown Bulipp
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00:16 05.05.2017
BEZAUBERNDES LÄCHELN: Philip Johnson ist ohne Bulip-Schminke und die charakteristische Haartolle kaum zu erkennen.   Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

 Kein einziges Wort kommt über seine Lippen. Der Mann im Frack, mit der kleinen Haartolle und den groß geschminkten Augen schweigt. Er blickt umher, nur seine Augen strahlen, um seinen Mund zeichnet sich ein spitzbübisches Lächeln ab. Bulipp ist ein Meister des Minimalismus, der subtilen Komik. „Es sind nicht die großen Gesten, die die Leute lustig finden, sondern diese kindlich naive, ein wenig tollpatschige Figur. Sie hat mich um die ganze Welt gebracht“, freut sich Bulipp, der im Privatleben
 († 80). „1997/98 entstand Bulipp“, erinnert sich Johnson. Erste Auftritte hatte er auf dem ATP-Tennisturnier: „Danach tat sich sechs Monate gar nichts. Ich starrte das Telefon an, aber es klingelte nicht“, sagt Johnson und lacht verschmitzt: „Und als es dann endlich geläutet hat, habe ich ganz geschäftig getan, erst einmal vorgegeben, in meinem Terminkalender nachschauen zu müssen, ob da überhaupt noch etwas frei wäre...“

Lebensretter am Maschsee

Seinen Durchbruch hatte er mit einem Auftritt auf dem Maschseefest: „Ich wurde da so oft angesprochen, es entstand ein richtiges Netzwerk.“ Auf dem Maschseefest hatte er aber auch sein schlimmstes Erlebnis: „Ich trat gerade auf, als ich sah, dass ein Betrunkener ins Wasser lief. Ich glaube, er hat das gar nicht realisiert. Ich konnte gerade noch über die Mauer nach seiner Hand greifen. Da stand ich dann, konnte ihn kaum noch halten und rief aller Pantomime zum Trotz um Hilfe. Aber die Leute dachten, das sei Teil des Programms.“ Der Mann hat übrigens überlebt.

Vergangenes Jahr war Johnson auf der MS-Europa unterwegs, auf einen Auftritt freut er sich dieses Jahr besonders: Zur offiziellen 75-Jahr-Feier der Partnerschaft von Bristol und Hannover am 23. Juni tritt er zum ersten Mal in seiner Heimat auf. „Jetzt darf der Engländer aus Hannover in England spielen und seine neue Heimat präsentieren – das ist doch schönstes Crossover.“

Von Maike Jacobs

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