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Mensch-Hannover Hannover: Elsholz reist mit Rad und Kamera an
Menschen Mensch-Hannover Hannover: Elsholz reist mit Rad und Kamera an
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13:50 09.03.2017
Andreas Elsholz im Neuen Theater Hannover. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Ein bisschen verpennt sieht er schon aus, aber wen wundert’s: Erst am Montag ist Andreas Elsholz (44) in Hannover angekommen, hat nur kurz seine Wohnung in Ricklingen bezogen und dann am Neuen Theater gleich bis in die späten Abendstunden geprobt. Da darf man müde aussehen.

„Ich freue mich schon sehr auf die Premiere“, sagt der Schauspieler, als er der NP gestern Morgen an der Georgstraße das Bühnenbild für „Drei Mann in einem Boot“ gezeigt hat: „Ich freue mich aber auch, wenn ich sie gemeistert habe. Das Ganze ist schon mit Anspannung verbunden.“ Er lacht. Hat also auch ein erfahrener Künstler wie er Lampenfieber? „Total!“ Mit Regisseur Jan Bodinus (53) ist das Ensemble gestern noch einige Passagen durchgegangen, auch Christopher von Berlepsch (44) schaute mal rein. „Eigentlich wollten wir das Stück schon 2016 zeigen, aber es hatte ein paar Probleme um die Rechte gegeben“, erzählt der Theaterleiter.

Das ist nun alles geklärt und bis zum 13. Mai – so lange läuft die Komödie – wird Hannover quasi das zweite Zuhause von Elsholz sein, auf 76 Auftritte kommt er am Ende. „Ich habe extra mein Fahrrad aus Berlin mitgebracht“, so der 44-Jährige, „der Frühling kann also kommen, und ich freue mich, Zeit am Maschsee zu verbringen. Der soll so schön sein.“ Die Landeshauptstadt kennt er nämlich kaum: 2013 spielte er im Theater am Aegi „Harry und Sally“, war aber nur ein paar Tage in der Stadt. Die will er nun erkunden – wahrscheinlich mit seiner Leica im Gepäck. Das Fotografieren ist nämlich neben der Schauspielerei seit Jahren Elsholz’ zweite große Leidenschaft. „Manchmal sitze ich vier, fünf Stunden vor einem Motiv und mache einfach mein Ding“, erzählt er, und seine (müden) Augen fangen an zu strahlen. „Das macht mir unheimlich viel Spaß. Ich kann ganz für mich sein, es gibt nur die Kamera und mich.“ Und die Ergebnisse sind gefragt: Nach einer Ausstellung in Hamburg wurde der Internetriese Google auf den Fotokünstler aufmerksam, zwölf seiner Motive (wahlweise auf gebürstetem Aluminium oder hinter Acrylglas) hängen nun in der Deutschland-Zentrale.

Auch mit dem Auktionshaus „Christie’s“ arbeitet Elsholz eng zusammen, eines seiner Werke wechselte für 3500 Euro den Besitzer. Er schmunzelt: „Sie sind wirklich schön. Ich fotografiere immer genau so, dass ich mir die Bilder auch aufhängen würde.“

Der Mann, der als Heiko Richter in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Anfang der 90er über Nacht zum Star wurde, wirkt gelöst, auch wenn es nach dem Ausstieg aus der RTL-Soap lange Zeit megaruhig um ihn geworden war. „Genau dieser Werdegang hat mich stark gemacht. Einen draufzukriegen, tut zwar weh, aber das Leben ist viel zu kurz, um sich davon runterziehen zu lassen.“ www.andreaselsholz.com

„Drei Mann in einem Boot“ hat am Donnerstag Premiere (20.15 Uhr) und läuft dann bis zum 13. Mai. Tickets kosten zwischen 20,40 und 32,90 Euro.

Von Mirjana Cvjetkovic

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