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Mensch-Hannover Graterol & Wojtera: Die Rockröhre und ihr neues Talent
Menschen Mensch-Hannover Graterol & Wojtera: Die Rockröhre und ihr neues Talent
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00:16 11.03.2017
Starkes duo: Kim Wojtera (links) und Anca Graterol. Quelle: Heusel
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Hannover

Dass sie mit Tanzen allerhand anstellen kann, das weiß Kim Wojtera (22) ziemlich genau: „Das mache ich schließlich seit 20 Jahren. Ich kenne meinen Körper ganz genau, weiß, wie ich ihn handhaben kann.“ Nun hat die junge Frau, die viele spätestens seit 2013 aus der Pro7-Tanzshow „Got to Dance“ kennen dürften, ein weiteres Talent entdeckt – das Singen!

„Am Klavier zuhause habe ich bereits einige Anläufe genommen zu singen“, erzählt Wojtera der NP. „Aber ich wollte es so richtig von der Pike auf lernen.“ So ist die 22-Jährige schließlich auf Anca Graterol (63) gekommen. „Naja, vielmehr mein Vater ...“ Das ist Wolfgang Grieger (54), Betreiber des „Kaufhaus König“ an der Lister Meile. Das ist in unmittelbarer Nachbarschaft der Musikerin, die ja an der Fridastraße ihr Studio hat.
Jedenfalls hat der Unternehmer Graterol gefragt, ob sie seiner Tochter nicht Gesangsstunden geben könnte. Konnte sie. Das ist mittlerweile anderthalb Jahre her, „und Kim ist richtig stabil in der Stimme, hat ordentlich Volumen“. Die Schülerin strahlt, als Graterol sie lobt. „Das Tollste ist, dass sie alles versteht, was ich ihr erzähle“, so die 63-Jährige lachend. Damit meint sie aber nicht Wojteras Intellekt, „sondern das, was die Techniken anbelangt. Ich staune, wie schnell das geht, wenn man bedenkt, dass sie noch nie ernsthaft gesungen hat“.

Es macht Spaß, den beiden Frauen zuzuhören, sie zu beobachten. Es ist zu spüren: Die zwei verstehen sich – trotz des beachtlichen Altersunterschiedes. Das dürfte dank der gemeinsamen Leidenschaft, der Musik, aber total egal sein. „Anca ist wie 20, man merkt gar nicht, dass zwei Generationen zwischen uns liegen. Irgendwie haben wir denselben Geschmack“, sagt Wojtera. „Ich fühle mich auch wie 20!“, ruft Graterol.
Vier eigene Songs haben die zwei nun schon geschrieben, komponiert und produziert, außerdem sollen zwei Coverversionen („Now that the Magic has gone“ von Joe Cocker,† 70, und „Let’s get loud“ von Jennifer Lopez, 47) auf eine CD.

Die Texte der eigenen Lieder hat überwiegend Wojtera geschrieben (sie handeln von Trennung, Seitensprüngen, der Liebe auf den ersten Blick, Freiheit), die Musik steuerte Graterol bei, „und vieles davon ist handgemacht“.
Schließlich öffnet Wojtera ihren Laptop, spielt der NP das Cocker-Cover vor, anschließend zeigt sie noch ein provisorisches Video (ein richtiges soll folgen) von der Entstehung der Aufnahmen. „Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass ich das bin, wenn ich das höre“, sagt sie ganz bescheiden.

Was sie jetzt will, ist dann auch irgendwie naheliegend: „Raus auf die Bühne!“ Für ein paar Auftritte ist die 22-Jährige schon gebucht, unter anderem geht es zum Sparkassenfest nach Stendal, da teilt sie sich dann unter anderem mit Ex-Brosis-Sänger Ross Antony (42) eine Bühne. Die Idee zu singen und dabei zu tanzen, so richtig zu performen, gefällt Wojtera. „Das kennt man ja sonst nur so richtig aus den USA von Künstlerinnen wie Beyoncé und Pink“, meint ihre Gesangslehrerin. „Puste hat Kim jetzt jedenfalls für beides!“ Möge sie ihr nie ausgehen!

Mirjana Cvjetkovic

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