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Mensch-Hannover Gläschenkönig Hipp zeigt Bilder in Hannover
Menschen Mensch-Hannover Gläschenkönig Hipp zeigt Bilder in Hannover
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14:43 07.09.2018
Weiser Mann: Nikolaus „Claus“ Hipp sitzt vor einem seiner Kunstwerke. Quelle: Wilde
Hannover

Dass Claus Hipp (79) Unternehmer und Bio-Pionier ist, dürfte den meisten bekannt sein – der Familienname ist unverkennbar mit Babynahrung verbunden. Was weniger Leute wissen dürften: Der Gläschenkönig ist auch freischaffender Künstler, hat sogar mehrere Professuren an Universitäten in Georgiens Hauptstadt Tiflis.

Im Tintenturm der Firma Pelikan in der List hat der 79-Jährige die Ausstellung „Malen, meine Leidenschaft!“ eröffnet, 50 Besucher waren Donnerstagabend zu Gast, lernten seine Aquarelle – und Nikolaus Hipp – kennen. „Nikolaus ist mein Taufname und so nenne ich mich als Künstler“, erklärte er der NP, „sonst ist es vielleicht schwierig und heißt: Er ist Unternehmer, muss er jetzt auch noch unbedingt malen?“

Gemalt wurde in seiner Familie schon immer: „Mein Vater hat sein erstes Geld mit Bildern verdient, mein Großvater war ein guter Maler, ein Liebhabermaler. Irgendwie schlägt es immer wieder durch.“ Als Gegensatz zur unternehmerischen Tätigkeit – die Firma hat etwa 3500 Mitarbeiter, die Hipp-Gruppe macht gut 950 Millionen Euro Umsatz – sieht er Kunst nicht, „es ergänzt sich ganz gut.“ Sein Wissen vermittelt er weiter, gerade hat er einen dreitägigen Kurs in Bayern gegeben, „es kommen Menschen wie Du und ich, Akademiker, Hausfrauen, Gebildete und völlig unvoreingenommene Menschen, Jüngere, Ältere.“

Kunst habe auch eine wichtige Aufgabe, betonte Hipp: „Es gibt Strömungen im Land, die beängstigend sind und gegen die wir uns wehren müssen, damit wir nicht in eine Wiederholung der Geschichte geraten. Da ist auch die Kunst aufgerufen, sich stark zu machen.“

Stark ist übrigens auch, dass er seinen Mitarbeitern handgeschriebene Geburtstagsgrüße schickt, unterzeichnet mit Füller (von Pelikan), es ist der seines Vaters. „Ich erinnere mich noch, wie er am Schreibtisch gesessen und mir als Schüler gesagt hat: ,Du sollst nicht herumkritzeln, sondern jeder, dem du schreibst, wird angesprochen – und deine Unterschrift ist eine Zuwendung an diesen Menschen.’“

Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober am Pelikanplatz 21 zu sehen. Dienstag bis Donnerstag von zwölf bis 17 Uhr, freitags von zehn bis 14 Uhr.

Von Mirjana Cvjetkovic

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