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Mensch-Hannover Schäfer-Heinrich-Film kriegt Privatvorführung in Linden
Menschen Mensch-Hannover Schäfer-Heinrich-Film kriegt Privatvorführung in Linden
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15:07 02.03.2018
Gute Stimmung: Nikolaj Georgiew (links) mit Schäfer Heinrich bei der Preview in dem Wohnzimmer des Filmemachers. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Schon seit einiger Zeit geisterte die Idee in seinem Kopf herum – jetzt hat Nikolaj Georgiew (52) sie erstmals umgesetzt und Sofapremiere gefeiert. „Ich will große Filme im kleinen Kreis zeigen“, erläuterte der umtriebige Mann bei sich zu Hause in Linden. Nur 25 Leute waren dabei, als Georgiew sein Wohnzimmer in einen schnuckeligen Kinosaal verwandelte. Mittendrin: Schäfer Heinrich (51, im echten Leben Heinrich Gersmeier), der in Linden tatsächlich seinen ersten Kinofilm „Schäfer Heinrich“ vorgestellt hat! Der hockte übrigens auf einem 40 Jahren alten Schafsfell, das Mutter Georgiew einmal ihrem Sohn vermacht hat. Außerdem dabei: Bodo Zeidler (46), er hat die Mischung aus Doku und Komödie gedreht.

„Der Film ist mal was anderes. Nicht so wie bei RTL“, sagte der Landwirt vor dem Film der NP. Der Mann, der mit seiner kauzigen und unverwechselbaren Art seit der Show „Bauer sucht Frau“ viele Fans gewonnen hat, kam standesgemäß mit Stock, Hut und in Weste, seine knallrote Krawatte zierten süße weiße Schäfchen, mittendrin ein schwarzes. Vor zehn Jahren wurde er durch das RTL-Format bekannt, seitdem tauchen immer wieder neugierige Leute – darunter auch angehende Landwirte – auf seinem Hof im nordrhein-westfälischen Völlinghausen auf. „Die wollen den Lämmern immer die Flasche geben“, erzählt Schäfer Heinrich unaufgeregt. Schön findet er das, „manchmal aber auch stressig. Vor allem, wenn ich da in Alltagsklamotten stehe und abends noch einen Termin habe.“

Und Termine hat er, so wie Montagabend bei Nikolaj Georgiew, immer noch, schließlich ist der Mann auch als Schlagersänger unterwegs. 100 Auftritte, so schätzt er, hat er im Jahr. „Ich lebe auch für meine Fans“, gesteht er. „Selbst wenn ich nur irgendwo im Norden, Osten, Süden oder Westen in einer Imbissbude stehe, wollen von sieben Leuten vier ein Selfie und fünf ein Autogramm.“

Sieben Monate hat der Regisseur bei Schäfer Heinrich gelebt

Seine Lebensgeschichte, sein Arbeitsalltag, seine Art – all das hat den Hamelner Regisseur Zeidler interessiert. „Er hat als Mensch große Wertschätzung verdient“, findet er und hat es deshalb auch auf sich genommen, sieben Monate lang im Gästezimmer auf Schäfer Heinrichs Hof zu wohnen und den 81-Minüter mit ihm zu drehen. Da war er nicht nur an dem Hauptdarsteller ganz nah dran, sondern auch an seinen Tieren: „An Silvester habe ich 21 Lämmer mit auf die Welt geholt“, erinnert sich der Filmemacher.

Logischerweise auch ein Thema in dem Streifen: Schäfer Heinrich und die Frauen. Hat er denn gerade eine Freundin? Der 51-Jährige grinst. „Da gibt es mehrere, die ich kenne, Ich lasse das aber ganz langsam angehen, schaue, was draus wird.“ Und immer, wenn man denkt, jetzt muss er doch mal rauskommen aus der Landwirt-Rolle, stellt man einfach nur fest – der Mann ist so. Authentisch eben.

So haben ihn auch die Gäste des exklusiven Kinoabends erlebt: Ruhig und zurückhaltend, aber trotzdem witzig. Im Gepäck hatte er übrigens auch den „Kleinen Heini“, einen Kirschlikör mit seinem Konterfei darauf. „Ich habe schon immer gerne Kirschen gegessen. Früher, zu Omas Zeiten, da ist meine Mutter in Kirschbäume geklettert und hat die dann auf dem Markt verkauft. Meinen Heimatort Völlinghausen hat man Kirschendorf genannt.“

Vize-Miss-Germany Aleksandra Rogovic als Gast

Ein schönes Geschenk hatte Della (61) für den Stargast dabei – einen kunterbunten Hannover-Beutel, den der Popart-Künstler gestaltet hat. Seit gut einem Jahr gibt es seine Hannover-Edition, dazu gehören Tassen, Becher und Untersetzer – aber das nur am Rande. Eher am Rand haben sich das Filmspektakel auch Agenturchef Oliver Bensmann (45, alias DJ Revil O.) und die Miss Niedersachsen und Vize-Miss-Germany von 2017, Aleksandra Rogovic (19), angeschaut. Bei Getränk und Fingerfood plauderten sie über Gott und die Welt, unterhielten sich mit zwei Darstellern aus dem Schäfer-Streifen. „Ich wollte unbedingt, dass viele Menschen aus meinem Umfeld mitspielen“, so Heinrich, „nur so kommt das echt rüber.“

Mal schauen, wie der Film beim Volk ankommt: In Paderborn war kürzlich Vorpremiere, am 8. März läuft er in vielen Kinos bundesweit an. Außerdem wird es spannend, welchen Streifen und welche Leute sich Gastgeber Georgiew als nächstes ins Haus holt: „Wäre doch toll, wenn mal eine Blockbuster-Premiere dabei wäre.“

Von Mirjana Cvjetkovic

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