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Mensch-Hannover Frauke Ludowig strahlt beim Heimatbesuch in Wunstorf
Menschen Mensch-Hannover Frauke Ludowig strahlt beim Heimatbesuch in Wunstorf
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18:00 14.11.2017
Zurück in der heimat: Frauke Ludowig bei ihrem Besuch in Wunstorf. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Was für ein unterhaltsamer Abend, was für eine unterhaltsame Frau – kein Wunder, dass Frauke Ludowig (53) genau in dieser Branche Fuß gefasst und eine megamäßige Karriere hingelegt hat. Die RTL-Moderatorin war in ihrer Heimatstadt Wunstorf bei einer Veranstaltung des Lions Club Steinhuder Meer zu Gast, plauderte dort in der Abtei über ihre Arbeit, den damit verbundenen Aufwand und das „Abenteuer Promi“.

Aber ehe ihr Lions-Präsident Lutz Glusa (60) und die erste Dame des Clubs, Silke Hinze, überhaupt die erste Frage auf dem Podium stellen konnten, ergriff die 53-Jährige das Wort: „Ich finde es ganz bewundernswert, dass ihr das hier macht. Und ich weiß auch, dass man am meisten aufgeregt ist, wenn Leute dabei sind, die man kennt. Ich freue mich auf den Abend.“ Und genau das hat man ihr von der ersten Minute an abgenommen. Launig erzählte die Blondine (ganz schick in Seidenbluse und Marlene-Hose von Marc Cain, die Füße steckten in glänzenden High Heels von Buffalo) von ihren beruflichen Anfängen in der Medienwelt, nachdem sie zunächst ja eine Ausbildung bei der Sparkasse absolviert hatte. „Ich habe bei Radio ffn anfangs die Verkehrsnachrichten vorgelesen“, erinnerte sie sich an die ersten Schritte beim Radio. Da hatte sie zuvor ganz aufgeregt ihre Eltern Franz und Helga angerufen, „die haben sich so gewünscht, dass auf der A2 zwischen Langenhagen und Wunstorf ordentlich was los ist.“

Da müssen die Ludowig Seniors lachen, auch sie saßen im Publikum, hörten ihrer Erstgeborenen aus der dritten Reihe zu. Ob sie stolz sind, wollte die NP von ihnen wissen: „Wir kennen das ja schon“, so Helga Ludowig schmunzelnd. Ihr Kind ist eben mal wieder zu Hause, „wie früher und das ist schön.“

Wie früher hatte die Fernsehfrau am Nachmittag die Fleischerei ihrer Familie, die mittlerweile ja ihr Bruder Frank (50) mit seiner Frau führt, besucht. Ein Kamerateam von RTL begleitete das Aushängeschild des Senders bei dem Spaziergang durch die Fußgängerzone und auch Ludowig selbst filmte einige Dinge mit ihrer Handykamera.

Wobei wir wieder beim Thema Unterhaltung wären: Die „Exclusiv“-Moderatorin hält ihre Gefolgschaft bei Instagram (116 000 Abonnenten) tagtäglich auf dem Laufenden, postete viele kurze Sequenzen von ihrem Heimatbesuch – auch aus der Fleischerei, in der sie ein Mettwurstbrot verputzt hat, statt Kuchen, wohlgemerkt. So einige Leckereien aus dem Familienbetrieb gab es auch in der Abtei – die Ludowigs kümmerten sich ums Catering, irgendwie selbstverständlich.

Genauso selbstverständlich erzählte die Quotenkönigin des Boulevards aus der Welt der Reichen und Schönen, denen sie ja seit 1994 andauernd begegnet. „Eine Heidi Klum versteht es exzellent, mit Paparazzi umzugehen“, erzählte sie etwa, „sie weiß sich aber auch zu verstecken, wenn sie nicht fotografiert werden möchte.“ Thomas Gottschalk (67) durfte sie einmal anlässlich seines Geburtstages im kalifornischen Malibu besuchen, „ein netter und ganz bescheidener Kerl“. Ganz im Gegensatz zu Joan Collins (84), dem Biest aus dem „Denver Clan“, bei der Ludowig vor dem Interview erwogen hatte, „ob nicht doch die nette, verträumte Oma gleich um die Ecke kommt“. Denkste – „es war das Biest!“ Das Licht zu grell, das Wasser zu warm, Diva übel drauf, das Gespräch vor laufender Kamera demnach ein Graus. „Kommt eben auch mal vor“, resümierte Ludowig ihre Arbeit.

Besonders interessant: Sie selbst zählte sich nie zu den Stars und Sternchen. „Ich sehe mich da als Zaungast. Bodenständigkeit trägt dazu bei, neugierig zu bleiben und nicht abzuheben.“ Was sie erdet, ist insbesondere die Familie: „Es gibt nichts Schöneres, Familie ist das größte Geschenk, das das Leben bieten kann.“ Hat sie denn ein Rezept, wie es ihr gelingt, Kinder – sie hat zwei Töchter, Nele (14) und Nike (12) – und Karriere unter einen Hut zu bekommen? „Es ist durchaus eine Herausforderung. Als Frau sollte man versuchen, sein schlechtes Gewissen abzulegen, nur weil man arbeitet. Männer haben das auch nicht.“ Aufgeweckt, authentisch, auf den Punkt. Das sind wohl die Komponenten, die Frauke Ludowig so erfolgreich gemacht haben.

Und am Ende dieses wirklich kurzweiligen Abends vor Wunstorfer Publikum blieb das Gefühl zurück: Die Ludowig, das ist eine von uns. Aber eine, die den Glamour Hollywoods mit sich bringt. Schöner Spagat eines Profis.

Von Mirjana Cvjetkovic

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