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DIE HEIMAT: Als gebürtige Hamburgerin liebt Farina Flebbe Wasser. Davon hat die Hansestadt nicht nur am Hafen viel zu bieten.

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Farina Flebbe will nicht nur das nette Mädchen sein

Farina Flebbe (21) ist die Tochter von Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe (64). Doch einen Namen will sich die Schauspielerin selbst machen. Mit der NP sprach die Hamburgerin über ihre Beziehung zu Hannover, böse Rollen und die Liebe zum Kino.

Ende Oktober hatten Sie Ihre erste große TV-Rolle in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Was war das Besondere für Sie?
Es war eine Riesenherausforderung. Ich habe zum ersten Mal eine tiefgründige Figur gespielt, die schon einige Schicksalsschläge hinter sich hat. Ich musste mich intensiv damit auseinandersetzen - anders als bei so schönen Rollen. Das Tiefgründige macht viel mehr Spaß.

Ihr Vater Hans-Joachim Flebbe ist als Cinemaxx-Gründer ein großer Name im Kinogeschäft. Inwiefern hatte er Einfluss auf Ihren Weg als Schauspielerin?
Die Leidenschaft für Filme und die ganze Filmbranche habe ich natürlich von ihm. Ich gehe ins Kino, seit ich klein war. Ich liebe das. Aber alles andere kommt von mir. Ich habe Schauspielunterricht genommen und mich bei Agenturen beworben.

Warum wollten Sie vor die Kamera?
Ich habe als Kind immer Aufführungen geplant, und meine Eltern waren das Publikum. Es machte mir einfach Freude, mich vor anderen zu präsentieren. Und so war es letztlich nur ein kleiner weiterer Schritt vor die Kamera.

Sie studieren seit einigen Wochen Medien- und Kommunikationsmanagement in Berlin. Plan B?
Ja. Schauspielerei ist auf jeden Fall das Größte für mich, da kommt kein anderer Job dran. Aber das Studium macht mir auch Spaß, und solange ich nebenbei noch drehen kann, ist alles gut.

Wenn Sie träumen: Welches Engagement wäre das Nonplusultra für Sie?
(lacht) Ich wollte schon immer mal im Tatort mitspielen.

Das klingt, als gäbe es dazu eine Geschichte?
Ja. Das war immer ein Familiending bei uns. Für mich ist das ein ganz besonderes Format - eben weil es so eine Gemeinschaftssache ist. Ich übernehme auch gerne die böse Rolle.

Wieso?
Sympathieträger zu spielen ist einfacher, aber dass dich jemand richtig hasst oder Angst vor dir hat - das muss man erst mal hinkriegen. Ich werde auch schnell in die Schublade des nettes Mädchens von nebenan gesteckt mit meinen blonden langen Haaren.

Das heißt, Sie können privat auch eine Kratzbürste sein?
(lacht) Voll! Ich glaube nicht, dass ich zickig bin, aber ich lasse mir nicht alles gefallen - auch, wenn ich so wirke.

Wie oft gehen Sie noch ins Kino?
Mehrmals die Woche. Wenn ich länger im Urlaub bin, vermisse ich als Erstes mein Bett (lacht), aber dann kommt bald Kino.

Was gucken Sie am liebsten?
Ich schaue wirklich alles. Manchmal sind Filme, auf die ich an-fangs keine Lust hatte, dann doch super. Aber Dramen mag ich besonders gerne.

Was mögen Sie am Kino so?
Beim Fernsehen kann ich rausgehen. Noch schlimmer bei Netflix: Ich kann auf Pause drücken. Man ist irgendwie nie richtig weg. Im Kino denke ich an nichts anderes. In diesen 90 Minuten bin ich woanders. Das hat mich schon immer fasziniert.

Ihr erster großer Kinofilm „Rock it!“ war ein Musical. Da durften Sie Ihr Tanztalent zeigen. Mussten Sie auch singen?
Zum Glück nur beim Casting. Ich finde es ganz schrecklich, vor anderen zu singen - eine der wenigen Sachen, die mir total peinlich sind. Ich kann mich selbst dabei nicht hören. Obwohl ich nicht mal weiß, ob ich schlecht singe.

Generell sind Sie aber sehr musikalisch oder?
Schon irgendwie. Von Blockflöte - der Klassiker - über Alt-Flöte und Querflöte zum Saxofon. Manchmal spiele ich mit meinem Bruder, der sitzt am Klavier. Meine ganze Familie liebt Musik. Mein Vater singt, so gut er kann. Früher war er ganz lange in einer Band. Bei der Astor-Eröffnung in Hannover hat er auch gesungen. Das war lustig.

Ihr Vater ist in Hannover geboren. Was verbinden Sie mit der Stadt?
Viel. Alle meine Verwandten leben dort, und einmal im Jahr im November ist großes Familientreffen.

Haben Sie einen Lieblingsort?
Den Maschsee natürlich. Als Hamburgerin bin ich sowieso ein Fan von Wasser. Mein Vater will mich immer überreden, dass ich mit ihm einmal herum laufe, wenn wir in Hannover sind.

Sie meinen joggen?
Ja. Schwieriges Thema. (lacht) Er ist totaler Fan. Ich finde das so langweilig. Und dann will er immer mit mir reden - und das finde ich anstrengend, beim Joggen zu reden.

Jana Meyer


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