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Mensch-Hannover Hannover: Neue Wirte im "Leisewitzstübchen"
Menschen Mensch-Hannover Hannover: Neue Wirte im "Leisewitzstübchen"
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15:17 06.11.2018
Die neuen: Silke Klopsch mit ihrem Lebengefährten Steven Walla – sie wollen das Leisewitzstübchen wieder zu einer feinen Adresse machen.
Hannover

Im Zoo-Viertel war schon am Sonntag ein Raunen zu vernehmen, und zwar, weil Pit Seidel (73) am „Leisewitzstübchen“ rumgeräumt hat.Ob er wirklich wieder da sei, wurde der Vollblutgastronom von Passanten ge­fragt. „Ja, aber nur als Berater.“ Die Gastro-Welt ist entzückt! 2015 hatte er die Kultkneipe nach fast 14 Jahren (schweren Herzens) abgegeben, es war ihm zu anstrengend ge­worden. Mehrere gescheiterte Geschäftsführer später ist der Mann mit der kratzigen Stimme also zu­rück.

Er will helfen, die schnuckelige Schänke wieder auf Vordermann zu bringen, zu­letzt wurde die gute Stube wegen Insolvenz geschlossen. Erste Treffen mit der neuen Betreiberin Silke Klopsch (42, kennt man aus dem „Culinar“ und dem Restaurant „Zur Leinemasch)“ und ihrem Mann Steven Walla (37) hat es bereits gegeben – man versteht sich. „Und das Gänseessen wollen sie auch wieder einführen“, jubelt Seidel. Das war zu seiner Zeit das kulinarische Highlight in der Vorweihnachtszeit – Seidel selbst hat damals jeder Gans einen Namen gegeben und sie am Tisch tranchiert! „Das können doch die wenigsten.“ Er wird aber auch so seine Mü­he haben, „ich weiß nicht, ob meine Finger das mitmachen, so viel Kraft habe ich nicht mehr“.

In den Fingern hat es ihn jedoch ganz schön gejuckt, denn sein geliebtes Leisewitzstübchen ist ihm die ganzen Jahre seit seiner freiwilligen Pensionierung nie aus dem Kopf gegangen: „Und den Untergang habe ich kommen sehen, aber es wollte ja niemand auf mich hö­ren.“ Dass die Eckkneipe wieder aufgemacht hat, hat sich schnell rumgesprochen – gestern Abend ging es auch schon wieder ziemlich trubelig an der Leisewitzstraße zu. Alt- und Wieder-Stammgast Michael Lohmann (66) schaute auch vorbei, der Hannover-Concerts-Chef gönnte sich ein paar Härke vom Fass: „Ich freue mich, dass wieder geöffnet ist. So ist das Dreieck zwischen ,Stromboli’ und ,Speiserei’ wieder hergestellt.“

Von Mirjana Cvjetkovic

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