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MIT STIRNLOCKE: Montags bis 
sonnabends arbeitet Elvis-Imitator
 Tode Banjanski in seiner Bar.

MIT STIRNLOCKE: Montags bis
sonnabends arbeitet Elvis-Imitator
Tode Banjanski in seiner Bar.

Show

Er ist der King hinter dem Tresen

Tagsüber serviert er in seiner „S-Bar“ Elvis-Burger, abends singt er im Glitzer-Paillettenkostüm im GOP „Can’t Help Falling in Love“ . Nordstadt-Gastronom Tode Banjanski verbindet eine lebenslange Leidenschaft mit Elvis Presley.

Hannover. Die schwarzen Haare trägt er mit Pomade und frecher Stirnlocke - wie sein großes Vorbild. An den Koteletten arbeitet er gerade. „Meine Mama hat sich gerne Filme mit Elvis Presley angeschaut - und ich habe einfach mitgeguckt“, erzählt Tode Banjanski (43). Als kleiner Junge ahnte er aber nicht, dass der „King“ sein Leben verändern würde.

„Ich dachte mir damals: Elvis sieht gut aus, kann schauspielern und singen, und mit den Frauen klappts bei ihm auch“, erinnert sich der Presley-Fan. In der achten Klasse wagte sich Banjanski erstmals auf die Bühne. Bei einem Schulfest sang er playback einen Elvis-Song: „Erschreckenderweisegefiel meine Performance den Zuschauern!“ Seitdem steht der hannoverscheKing of Rock ’n‘ Roll regelmäßig im Rampenlicht. Derzeit schlüpft Banjanski sechs Tage pro Woche in der aktuellen Rockabilly-Show im GOP-Varieté in seine Paraderolle.

„Gemeinsam lassen wir die 50er Jahre wiederaufleben!“, schwärmt der 43-Jährige. Er setzt den Schlusspunkt der zweistündigen Zeitreise: Banjanski singt „Can‘t Help Falling in Love“ und wandert mit dem Mikro durch die Sitzreihen, die Servicekräfte schwenken Wunderkerzen.

Das Showbiz ist für den Elvis-Fan aber nur ein Hobby - eigentlich ist er Gastronom in der „S-Bar“ an der Lutherkirche. Von Montag bis Sonnabend serviert der Chef persönlich Schweineschnitzel, Elvis-Burger, Tiramisu oder Cocktails. „Meinen Eltern gehörte schon immer eine Gastronomie“, erzählt der Bar-Besitzer, „sie hatten den Wunsch, dass ich einen vernünftigen Beruf erlerne. Aber ich habe mich für den gleichen Weg entschieden.“ Die „S-Bar“ gibts seit Dezember 2010, davor führte er das „Carpe Diem“ in Steinhude.

Kann er sich einen Wechsel ins Showbusiness vorstellen? „Jeden Tag überlege ich, die Gastro an den Nagel zu hängen und nur noch von Elvis zu leben. Aber ich denke, dass mir dann der Spaß an den Auftritten verloren gehen würde“, befürchtet Banjanski. Trotzdem möchte er sich noch mehr auf sein Hobby konzentrieren: „Ich will als Elvis mit meinem eigenen Management nochmal so richtig durchstarten!“

Bislang hat der Künstler 200 bis 300 Auftritte pro Jahr - auf Geburtstagen, Hochzeiten oder bei öffentlichen Events. Das reicht dem Hannoveraner aber nicht: „Ich bekomme sogar Anfragen aus dem Ausland und könnte noch mehr Auftritte haben. Und wenn nicht jetzt, wann dann?“ Und was würde Elvis sagen? „It’s now or never.“