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HAT ORDENTLICH FEUER: Sängerin Niddl sieht nicht nur gut aus, die Österreicherin hat auch eine tolle Stimme.

HAT ORDENTLICH FEUER: Sängerin Niddl sieht nicht nur gut aus, die Österreicherin hat auch eine tolle Stimme.© Christina Noélle Photography

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Unterhaltung

Energie aus Wien: Niddl beim Show-Talk

Die Gäste beim Show-Talk von Sylvie Kollin (64) und Martin Jürgensmann (46) werden immer internationaler: Freitag hat das Duo die Österreicherin Niddl (37) im Mercure Hotel zu Gast. Die kann singen - und hat jede Menge zu erzählen. Passt ja!

Hannover.. Gut zehn Jahre ist er her, da hat die frischgekürte ESC-Gewinnerin Conchita Wurst (25, damals noch ganz schlicht Tom Neuwirth) ein Konzert von Niddl (37) besucht. „Danach kam er zu mir und schwärmte, ‚Ich will so sein wie du!‘“, erzählt die Sängerin, die im Pass als bürgerlichen Namen Anita Ritzl stehen hat, der NP. Die Österreicherin (mit wirklich wunderbarem Wiener Dialekt!) nahm sich ihres Landsmannes an: „Ich unterrichtete ihn im Auftreten, im Gesang. Der war wie ein Küken und hatte noch Pickel.“

Nun war es Niddl, die mit dem geschlüpften Schwan am Abend des ESC mitfieberte: „Vor Aufregung habe ich mir fast alle Extensions rausgerissen und eine halbe Flasche Gin geleert“, erinnert sich die 37-Jährige. Sonntag begleitete sie Conchita sogar zu einem Empfang bei Bundespräsident Heinz Fischer (75)! „Trotz des Erfolges wird es für Conchita Wurst nicht leicht“, ahnt Niddl, „sie bekommt Morddrohungen. Die Leute wollen einfach nicht verstehen, dass es eine Kunstfigur ist. Verdammt noch einmal!“

Die Sätze sprudeln nur so aus ihr heraus - da haben sich Kartenlegerin Sylvie Kollin (64) und Radio-Moderator Martin Jürgensmann (46) doch einen prima Gast für die zweite Ausgabe ihres Show-Talks am Freitag ins Haus geholt! „Eine tolle Frau - als Talkgast und Sängerin“, schwärmt die Frau mit dem feuerroten Haarschopf jetzt schon. Und auch Niddl ist „schon gespannt wie ein Regenschirm“, was sie in Hannover so erwartet: „Ich kenne die Stadt noch gar nicht. Zu euch schicke ich sonst nur Rechnungen“, sagt sie und lacht. Die 37-Jährige ist oft für den Club Magic Life der TUI unterwegs und wird als Sängerin gebucht.

Ihre Karriere begann Niddl eigentlich eher widerwillig: „Mein Chef hat mich einfach bei der Castingshow ‚Popstars‘ angemeldet.“ Das war die erste Staffel, in der die No Angels entstanden sind, im Jahr 2000. „Ich bin immer weiter- und weiter- und weitergekommen. Den Recall wollte ich absagen, weil ich an dem Tag ja wieder in die Firma wollte, eine wichtige Besprechung stand an“, erzählt die Sängerin. Ihr Chef sah das aber anders: „Du musst dahin“, gab er sich als energischer Vorgesetzter.

Geholfen hat es: Niddl jettete nach Mallorca, absolvierte mit den Konkurrenten bei Detlef „D!“ Soost (43) einen Workshop, kam unter die letzten 15 „und dann haben sie Lucy (Diakovska, die Red.) für die Band genommen.“

Wer dachte, Niddl sei damals auf den Geschmack in Sachen Musiker-Karriere gekommen, der irrt: „Ich habe mich lange dagegen gewehrt, Künstlerin und selbstständig zu sein“, erklärt die Wienerin. „Mein Sternzeichen ist Jungfrau. Die mag geregelten Lohn und Urlaub. Der da oben hat das anders gesehen.“

So meldete sie sich für die nächste Castingshow an, der österreichischen „Starmania“. Da stach sie 1700 Bewerber aus, landete auf Platz vier. Es folgte eine Tour, „im gleichen Jahr hatte ich auch ein Vorsingen in New York fürs Musical Grease am Broadway.“ Ihre erste Single „Perfect Attitude“ landete in den Charts - die Entscheidung im Musik-Geschäft zu bleiben, war also alles andere als falsch.

Ein Besuch beim Show-Talk im Mercure Hotel (19 Uhr, Willy-Brandt-Allee 3, 33 Euro inklusive Büfett, Anmeldung übers Internet www.showtalk.wordpress.com) lohnt bestimmt - besonders weil auch FDP-Politiker Patrick Döring (41) und Musiker Osssy Pfeiffer (43) mit seiner Anca Graterol (60) dabei sind. Spannende Mischung.

www.niddl.com


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