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Mensch-Hannover Drei Filmemacher mit genialer Technik
Menschen Mensch-Hannover Drei Filmemacher mit genialer Technik
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00:15 15.02.2014
FILMEMACHER: Nadine Pomes und ihre Kompagnons Norbert Peter (Mitte) und Alexander Katsirnakis hoffen, dass ihr Streifen große Erfolge feiert. Quelle: Behrens
Hannover

Die drei haben sich gefunden: Nadine Pomes (37) - sie kann (nicht nur) Drehbücher schreiben und gut netzwerken. Norbert Peter (41) ist ein technisches Genie, Alexander Katsinarkis (33) kann sich das, was Pomes aufgeschrieben hat, sofort in Bildern vorstellen - ein perfektes Trio fürs Filme machen.

„Das M.A.S.O.N.I.A. Projekt“ haben sie ihren Streifen genannt, und die drei legen auf jeden einzelnen Punkt und die Schreibweise des Titels großen Wert. „Es wird ein Science-Fiction-Thriller, etwa 30 Minuten lang, in dem der Hauptdarsteller ganz üble Zukunftsvisionen hat, aufwacht, und sich dann fragt: War das ein Traum oder Trip?“, fasst Katsirnakis den spannenden Stoff zusammen. Johannes heißt der getriebene Mann im Film, die Rolle spielt Can Ulas (34), lange Jahre Gastronom (Kaffeepause, Pangea), mittlerweile konzentriert er sich nur noch auf Filme.

Wenige Tage nach Abschluss der Dreharbeiten hat die NP das Produzenten-Trio im „Mister Q“ am Raschplatz getroffen. Kein Zufall, dass das Cinemaxx gleich nebenan ist. „In ein paar Wochen sind wir mit der Postproduktion durch, da soll die Premiere laufen“, begründet die 37-Jährige mit der ewig langen Haarmähne die Wahl des Ortes. Denn ihren Film haben sie in Ultra-HD (4K) und 3D gedreht, in Hannover kann das nur das Cinemaxx zeigen.

Hauptsächlich hat die Mannschaft in der Landeshauptstadt gedreht, es werden Szenen vorm Rathaus (da stapeln sich viele Tote auf der Treppe), aus dem Monkey’s von Ferry Ghods (46) am Raschplatz und einem Krankenhaus-Labor zu sehen sein. „Es ist ein Low-Budget-Projekt, bei dem wirklich viele Leute geholfen haben“, schwärmt Pomes. 100 Helfer - Maske, Schauspieler, Produktionsassistenten - packten an fünf Drehtagen mit an - ehrenamtlich. „Rein technisch kann der Film mit Hollywood-Blockbustern mithalten“, ergänzt Peter. Der 41-Jährige hat selbst dafür gesorgt: Er baute eine Kamera mit 3-D-System, die es in sich hat - nicht nur, weil sie komplett aufgebaut bis zu 80 Kilo auf die Waage bringt. „Motion Control“ heißt die Spezialeffekt-Technik: „Sie macht möglich, dass ein und dieselbe Einstellung mehrfach gedreht werden kann“, erläutert er. „Millimeter- und gradgenau, daran ist bei einer Handkamera überhaupt nicht zu denken.“ Starregisseur Peter Jackson (52) drehte Segmente von „Der Hobbit“ mit dieser Technik. „Aber es gibt noch keinen Film, der in dieser Länge und der Qualität damit entstanden ist“, betont Katsirnakis stolz. „Das ist eine Kunstform, an die sich viele nicht herantrauen, weil sie so teuer und langwierig ist.“

Kleine Notiz am Rande: Für zehn Sekunden Film brauchte das Team sechs Stunden - wirklich aufwendig. Wir sind gespannt, was die drei da im Kasten haben.

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