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Mensch-Hannover Dieser Schlossherr zeigt Humor
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20:09 15.05.2013
BUCHVORSTELLUNG: Vor der Lesung auf Schloss Marienburg nahmen Erbprinz Ernst August (links) und sein Onkel Prinz Heinrich die Autorin Isabel Arends in ihre Mitte. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Manche Dinge findet man nun mal erst zum Schluss heraus: „Wie ich aus der Einladung und von meinem Onkel erfuhr, bin ich ja auch Herausgeber des Buches.“ War das in der Begrüßungsrede von Erbprinz Ernst August von Hannover (29) etwa ein kleiner Seitenhieb auf seinen Onkel und Verleger Prinz Heinrich (52)?

Das Publikum, gut 110 Leute waren zur Buchvorstellung von „Märchen für die Königin“ von Isabel Arends (48) in den Rittersaal auf Schloss Marienburg gekommen, lachte herzlich. Die Adligen machten mit - also offenbar alles gut. Und der 29-jährige Welfe zeigte weiter Humor: „Mein Onkel verzichtete auf das Präfix SKH. Er war zu bescheiden, sich selbst so zu nennen.“ SKH steht für Seine Königliche Hoheit. Tatsächlich: Auf der Einladung stand die Anrede nur vor dem Namen des Erbprinzen.

Und der machte seinen repräsentativen Job, den ihm sein Vater, Welfenoberhaupt Ernst August (59), schon 2004 übertragen hatte, richtig gut. Er war locker (keineswegs steif), schick (hat ganz offensichtlich eine Vorliebe für gepunktete Krawatten), zeigte Witz, nahm daneben aber seine Aufgaben - wie als Schlossherr guter Gastgeber einer Buchvorstellung zu sein - sehr ernst. „Das ist mir sehr wichtig“, sagte der 29-Jährige bei einem Umtrunk nach der Lesung der NP, „das ist die Kategorie von Veranstaltungen, die ich am liebsten mache, die den meisten Spaß bereiten und die ich als meine Verpflichtung ansehe.“

Bei dem kulturellen Abend ging es ja schließlich auch irgendwie um seine Familie. Wie Prinz Heinrich in seiner zehnminütigen Ansprache (wollte sie eigentlich kürzer halten als die seines Neffen, war dann aber doch sieben Minuten drüber!) verriet, wurden inmitten von Finanzakten der Marienburg zwei Märchen gefunden!

Autorin Arends fand heraus, dass sie von Georg Bergmann, (1870†) einem Maler, der auf Schloss Marienburg arbeitete, stammen. Er widmete sie Königin Marie (1907†). „Damit öffnet sich eine Tür der Vergangenheit“, sagt Arends entzückt. Es habe sie viel Zeit gekostet, die Märchen lesbar zu machen - herausgekommen ist schließlich das Buch.

Und dafür gab es an diesem märchenhaften Abend viel Lob von den Welfen: „Sehr gelungen“, urteilte der Erbprinz. Sein Onkel Heinrich holte etwas weiter aus: „Es ist eine weitere Sensation, wir sind ihr so dankbar“, schwärmte der 52-Jährige, „es ist ein kleines Stück Geschichte unserer Region.“

Auch wenn einiges in den Märchen erfunden ist ...

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