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Mensch-Hannover Die vielen coolen Ecken von Hannover im Blog
Menschen Mensch-Hannover Die vielen coolen Ecken von Hannover im Blog
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00:16 17.03.2016
ESSEN UND BLOGGEN: Daniel Berger und Alexa Domachowski schreiben in ihrem Blog über ihre Erlebnisse in Hannovers Gastro-Welt. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Sie essen gern und sie schreiben gern. Die perfekte Kombination: Daniel Berger (30) und Alexa Domachowski (27) sind die Macher des Hannover-Blogs „Hey Hannover!“. Dort berichten sie davon, was sie in der Stadt unternehmen, wo sie essen gehen - und vor allem, wie es ihnen gefallen hat.

Im Goldfisch in der Südstadt bestellen beide einen Salat. „Heute war in der Kantine Currywurst-Tag“, sagt Berger beinahe entschuldigend. „Gebloggt habe ich eigentlich schon seit Ewigkeiten“, erzählt er. „Er hat dann immer versucht, mich zu einem Food-Blog zu überreden“, ergänzt Domachowski, „weil ich gern und viel vegetarisch koche.“ Aber allein hatte sie einfach keine Lust: „Zu zweit macht das auch mehr Spaß“, sagt Berger. Man tauscht sich aus, spornt sich an, hat gemeinsam Ideen.

Beide freuen sich, über ein Thema zu schreiben, das mit der Arbeit nichts zu tun hat. Berger ist Redakteur beim Technik-Magazin „c’t“, Domachowski arbeitet bei Heise-Regio-Konzept. „Wir haben uns bei der Arbeit kennengelernt“, sagt Berger. Seit anderthalb Jahren sind die beiden ein Paar und wohnen zusammen in der Südstadt. Berger ist Hannoveraner, Domachowski hat zuletzt in Hildesheim gewohnt - zwei verschiedene Perspektiven auf die Stadt. „Ich liebe es, dass Hannover so vielseitig ist“, sagt Domachowski, „es bietet alles, was eine Großstadt braucht, aber trotzdem ist noch so viel zur Erholung da - die Eilenriede, der Maschsee, man kann hier toll Fahrrad fahren oder laufen gehen.“ Hier hat sie das Gefühl, angekommen zu sein: „In Hannover kann man auch mal seine Ruhe haben, weil es nicht so überfüllt und touristisch ist wie beispielsweise Hamburg.“

In ihrem Blog schreiben die beiden vor allem über Essen. Aber: „Wir sind keine Gastro-Kritiker“, betont Domachowski, „wir möchten eher, dass unser Blog das widerspiegelt, was man einem Freund erzählen würde.“ Und das ist vollkommen subjektiv. Dass sie auch mal klar ihre Meinung sagen, hat zum Erfolg des Blogs beigetragen, glaubt Domachowski: „Nichts ist schlimmer als weichgespülter Einheitsbrei.“ Wichtig ist ihnen, auch die Stimmung in den Restaurants und Cafés zu transportieren: „Wir möchten den Leuten das Gefühl zu geben, dabei gewesen zu sein.“ Kuriositäten, Auffälligkeiten, Alltagsbeobachtungen gehören dazu. Wer sitzt neben ihnen im „Francesca & Fratelli“, was passiert im Teestübchen, wer kommt vorbei, wenn man bei der Konditorei Kreipe draußen sitzt?

An Restaurantbesuchen mangelt es nicht: Beide finden es einfach klasse, sich bekochen zu lassen. „Außerdem haben wir zu Hause keine Spülmaschine“, scherzt Berger. Auch allgemeinere Themen kommen im Blog vor, ein ADAC-Fahrsicherheitstraining beispielsweise. Viele Ideen kommen über Facebook, Blog-Kommentare oder über Kollegen. „Da merkt man erst mal, wie viel Hannover zu bieten hat, dass es wirklich total unterschätzt wird“, sagt Domachowski. Das ist es, was sie rüberbringen wollen: Hannover hat viele coole Ecken.

Für die Fotos ist vor allem Daniel Berger zuständig. Jedes Essen wird fotografiert. „Das ist schon ein bisschen peinlich“, gibt Berger zu, „aber zum Glück machen das ja viele Leute.“ Er grinst. Geld bringt der Blog nicht. „Wir haben schon den journalistischen Anspruch, dass wir Werbung und redaktionelle Inhalte trennen wollen“, sagt Berger - und schiebt nach: „Also, reich wird man davon nicht.“ Seit Juli 2015 ist der Blog online, seitdem wachsen die Nutzerzahlen kontinuierlich. Zwischen 6000 und 7000 Seitenaufrufe von etwa 2500 Nutzern hat der Blog im Monat - er kommt richtig gut an. Berger: „Das macht dann natürlich total Spaß.“

www.heyhannover.de

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