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Mensch-Hannover Die 6d der Sophienschule steckt voller kluger Köpfe
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00:23 05.05.2018
Schlaue Kinder: Die 6d der Sophienschule nimmt an dem Kika-Quiz „Die beste Klasse Deutschlands" teil. Die Sendung wird am 3. Mai um 19.25 Uhr ausgestrahlt. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Die Klasse 6d hat in der Sophienschule einen besonderen Ruf: Wenn sich die 26 Schüler etwas in den Kopf setzen, ziehen sie es auch durch – und zwar gemeinsam! Nur so haben sie es auch geschafft, am 3. Mai im Fernsehen zu sein – in der Quizsendung „Die beste Klasse Deutschlands auf dem Kinderkanal (Kika).

In der Sendung treten ganze Klassen mit ihrem Wissen gegeneinander an. „Wir quizzen alle gerne“, begründet Anne (12) die Idee. Ihre Mitschüler nicken und schon entspinnt sich ein Gespräch: „Das hat ja auch richtig viel Spaß gemacht“, sagt Jolyne (12), „wir sind da mit einem guten Gefühl reingegangen.“ Und Fabian (12) fügt ehrlich hinzu:. „Aber wir waren ziemlich aufgeregt.“

Am Donnerstag, 3. Mai, ab 19.25 Uhr werden sie alle vor dem Fernseher sitzen und die Aufzeichnung sehen. Quizmaster Malte Arkona (39) sei sehr nett gewesen, er habe ihnen erzählt, dass er seine ersten Lebensjahre in Hannover verbracht habe. „Wir haben mit ihm ein Gruppenfoto gemacht und er hat jeden eine Autogrammkarte von sich gegeben“, erzählt Emmi (11). Nur ihr Gegner, eine Klasse aus Tostedt, seien nicht so nett gewesen. „Die haben das ganze Spiel total verbissen gesehen und uns beleidigt“, erinnert sich Theresa (12). Heute Abend geht es um den Einzug ins Wochenfinale, die vier besten Klassen treten am 26. Mai im „Superfinale“ (10 Uhr, ARD) an – und kämpfen um den Hauptgewinn, eine Klassenreise nach Schottland.

Hinter der quirligen 6d liegen aufregende Monate. Denn nachdem die Schüler die Idee ausgeheckt hatten, bei dem Quiz mitzumachen, mussten sie ihre Klassenlehrerin überzeugen. Die kannte die Sendung gar nicht und wusste erstmal nicht so recht, was sie von der Idee halten sollte: „Wie komme ich aus der Nummer wieder raus, dachte ich zuerst. Aber Ich wollte meine Schüler auch nicht enttäuschen“, erzählt Janka Blanckertz (48). Sie nutzte die Bewerbung als Teil des Kunstunterrichts. Denn um sich zu qualifizieren, musste die Klasse bei dem Sender einen Beitrag einreichen, in dem sie sich vorstellt.

„Die Schüler wollten einen Film drehen. Aber ich habe ihnen erklärt, dass man mit etwas Besonderem viel mehr Aufmerksamkeit erhält, als mit einem Video – so etwas werden die meisten Klassen einreichen.“ Ihre Idee: Klassenzimmer und Klasse maßstabsgerecht in einer kleinen Kiste nachzubauen. An den vier Außenwänden haben sich die Kinder mit Fotos und kleinen Texten vorgestellt „Jeder hatte bei dem Projekt eine klare Aufgabe, was er machen sollte. So konnte die Arbeit auch gleich bewertet werden.“ Die Schüler waren so begeistert dabei, dass sie sich sogar freiwillig über den Brückentag am 2. Oktober getroffen haben, um weiterzuarbeiten. Damit die Kiste auch heil beim Sender ankam, fuhr eine Schülerin mit ihren Eltern sie persönlich zum Sender nach Köln.

Dieser Einsatz wurde belohnt – unter 1100 Klassen wurde die 6d ausgewählt „Dieser Bewerbungsprozess hat der Klasse ganz viel gebracht. Die Schüler waren sehr stolz auf ihre Kiste und haben gelernt: Wenn man etwas wirklich erreichen will und sich dafür einsetzt, dann schafft man es auch“, freut sich die Lehrerin.

Danach ging es für die Schüler ans Büffeln – das übernahm Co-Klassenlehrer Klaus Herlitze. So manche seiner Mathestunden wandelte er in Experimentierstunden um, immer wieder schaute er mit der Klasse Kika-Quiz-Aufzeichnungen an und sprach diese durch. Zwei Schülerinnen, Charlotte (12) und Marie (12) wurden als Sprecher der Klasse in der Show ausgewählt. Einen Joker durften sie benennen, das wurde Arne (12): „Die Klasse hält mich für schlau“, kommentiert er seine Rolle lachend.

Einige Fragen seien ganz schön kniffelig gewesen, verraten die Schüler vorab: Zum Beispiel sollten sie eine Münze nur von der Seitenansicht erkennen, oder erklären, woher die Kiwi wirklich komme. Wichtig sei, wenn es schief geht, keine Schuldigen zu suchen, sagt Katharina (11): „Man gewinnt als Klasse und verliert als Klasse.“

Von Maike Jacobs

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