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BU© Rainer Droese

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Hinnerk Baumgarten

Der Marathon-Moderator

Das TV-Event des Jahres - und einer ist live dabei. Hinnerk Baumgarten moderiert den "Tag der Norddeutschen". Am Sonnabend, 10. November, zeigt der NDR spannende Szenen aus dem Leben von 121 Menschen.

Hannover. Der Wecker wird früh klingeln, sehr früh. „Ich will um 4.30 Uhr im Studio sein“, hat sich Hinnerk Baumgarten vorgenommen. Den zehnten Geburtstag seiner Tochter Mathilda kann er an diesem Sonnabend leider nicht feiern - der 10. November wird die größte Herausforderung seiner Karriere, eine Mammutaufgabe wartet auf ihn. „Alles läuft auf diese eine Sendung zu“, weiß der 44-Jährige. „Der Tag der Norddeutschen“ ist das bisher größte Projekt des NDR-Fernsehens. Ist Baumgarten nervös? Der Kamera-Profi schmunzelt: „Alle Chefs schalten ein. Das will ich nicht in den Sand setzen.“

Vor der Sendung wird er sich den Film von Hannovers Star-Regisseurin Franziska Stünkel (39) angucken, um sich vorzubereiten - mit Talks und Aktionen begleitet Baumgarten die TV-Zuschauer und das Studio-Publikum („Die kommen und gehen, ich bin der Einzige, der bleibt“) durch die 18 Stunden. Wenn er vor der Kamera steht, wird er aber nicht jede einzelne Szene kennen: „Ich will authentisch sein, reagieren können. Ich bin gespannt, wie die Leute das Projekt wahrnehmen.“ Was er bereits gesehen hat, hat ihn tief berührt: „Der Film ist sehr emotional, sehr intensiv, sehr dicht. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist faszinierend.“ Mehr als 100 Kamerateams waren im Mai gleichzeitig ausgeschwärmt.

Während in der einen Ecke Norddeutschlands ein Kind geboren wird, fährt an der Küste ein Beerdigungsschiff auf die offene See, um eine Urne zu versenken. Ein Bauer sieht nach seinen Kühen, im Frauengefängnis in Vechta wird gefrühstückt, auf einer Bohrinsel der Tag geplant. Baumgarten begrüßt einige der Protagonisten im Studio, in jeder Stunde hat er fünf bis 15 Minuten Zeit für Talks. Star-Remixer Mousse T. (46, hat den Soundtrack zur Sendung komponiert) ist dabei, Carlo von Tiedemann (69) und Hubertus Meyer-Burkhardt (56) sind es auch. „Ich mache aber kein Promi-Quiz“, betont Baumgarten. Wichtig seien die Menschen, die im Film begleitet wurden.

„Das wird eine Extremsituation“, ahnt der Moderator, wenn er an den „Tag der Norddeutschen“ denkt. Eine 18-Stunden-Sendung ist auch für ihn eine Premiere. „Jetzt bloß nicht krank werden“, hat sich Baumgarten vorgenommen. Aber jede Menge Vitamine und drei Jogging-Runden pro Woche durch die Eilenriede oder das Niendorfer Gehege in Hamburg halten ihn fit. Und eines beruhigt ihn: „Es wird ja auch Pausen für mich geben. Ich kann also zwischendurch etwas essen und auf die Toilette“, sagt er mit einem Grinsen. Außerdem müsse ein Moderator ja auch regelmäßig in der Maske nachgepudert werden. „Das ist superentspannend!“ Und überhaupt: „Es hat noch immer jotjejangen.“ Klingt kölsch, ist aber eine echt norddeutsche Einstellung!