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AUF EINEN KAFFEE MIT DEM SONGWRITER: Dominik Münzer wurde durch „Dein Song“ bekannt, jetzt hat er ein Album herausgebracht. © Nancy Heusel

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Porträt

"Dein Song"-Star Münzer hat eigenes Album

Es dauert ein wenig, bis ihm die NP-Fotografin am Kröpcke ein Lächeln entlocken kann. „Ich kann das nicht so auf Knopfdruck“, sagt Dominik Münzer (19) und lacht dann doch - als es endlich vorbei und das Bild im Kasten ist.

Der junge Singer-Songwriter und Musiker sagt von sich selbst: „Ich bin kein Freund von Anspannungen.“ Das hat sich im Laufe der Jahre, in denen er in der Öffentlichkeit steht, auch nicht wirklich geändert; 2012 machte ihn der KiKa-Songwriting-Wettbewerb „Dein Song“ bundesweit bekannt.

Jetzt hat der Teenager, der in der Zwischenzeit ein junger Mann geworden ist, sein Debütalbum „Zwischen Schatten und Sonne“ herausgebracht. „Ich habe 500 Exemplare pressen lassen, man kann die CD aber auch bei iTunes und Co. kaufen“, erzählt er bei einem Käffchen auf der Terrasse vom Mövenpick. Er selbst hat das Album finanziert, dafür anderthalb Monate im Rewe-Lager Getränkekartons kommissioniert und außerdem in einem Gartengroßhandel gejobbt.

„Die Platte ist ziemlich melancholisch“, erzählt Münzer, und irgendwie wundert einen das nicht - er kommt doch recht sanft rüber, aber auch aufmerksam und klug: „Das Album ist entstanden, kurz nachdem meine Freundin mit mir Schluss gemacht hat.“ Elf Lieder hat er geschrieben und komponiert, „die meisten Songs entstehen, wenn ich alleine zu Hause sitze und ein bisschen auf der Gitarre rumplänkel“. Vier Jahre sind seit „Dein Song“ vergangen: „Ich bin vielseitiger geworden, habe meine Band kennengelernt und bin musikalisch generell nicht mehr so schulbandmäßig unterwegs.“

Münzer hat sich aber nie darauf versteift, ein Musikstar zu werden: Erst am Montag hat er in Burgdorf bei der AOK seine Ausbildung zum Sozialversicherungsangestellten begonnen. „Es ist okay, so wie es ist“, resümiert er sein derzeitiges Leben, „es ist ein wenig wie Lotto spielen, man muss schon Glück haben.“ Er überlegt kurz: „Außerdem ist es ja so: Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, dann hat man kein Hobby mehr.“ Und wieder lacht er fröhlich, was nicht nur daran liegt, dass er längst eine neue Freundin hat.

Am 12. August ist wieder Musik total bei ihm angesagt: Im Lindener Kulturpalast (Deisterstraße 24) spielt er mit vier Kollegen bei der „Songwriter-Night“ (der Eintritt ist frei). Und da wird es wohl wiederkommen, dieses Gefühl der Anspannung: „Viele sagen ja, wenn man erst mal auf der Bühne steht, ist das Lampenfieber weg. Ich bin aber auch auf der Bühne noch aufgeregt.“ Vielleicht lächelt er es einfach weg. Das steht ihm nämlich sehr gut!


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