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VON BERLIN BIS VENEDIG: Die funkelnden Stadtplan-Poster hat Christoph Paul mit den Kürzeln der Flughäfen ausgezeichnet. Bei der deutschen Hauptstadt hat der Designer weit in die Zukunft gedacht ...

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Porträt

Christoph Paul mit Silberposter zum Liebling des Monats

Was für eine Erfolgsgeschichte! Designer Christoph Paul (49) wollte über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter „nur“ 1200 Euro für seinen Traum von glänzenden Stadtplänen sammeln. Fast die 30fache Summe kam als Startkapital zusammen.

Ein kreativer Kopf ist Christoph Paul (49), Chef der Werbeagentur Prime Design in der Oststadt, sowieso, er hat mit seinem Team für große Unternehmen wie AOK, Eon oder Mövenpick gearbeitet. Bei Swatch ist er Teil des internationalen Design-Teams, bei Montblanc entwickelt er die Grafik für Sonderprojekte.

Dass er aber auch das Marketing in eigener Sache versteht, hat er jetzt bewiesen. Der Hannoveraner ist mit seiner neuesten Idee, einem außergewöhnlichem Poster, beim Crowfunding-Profil Kickstarter „Liebling des Monats“ geworden: Nach nur 24 Stunden war seine Idee bereits finanziert. Die Bilanz nach Ablauf der Aktion: Mehr als 600 Menschen haben seine Idee mit insgesamt 33 000 Euro unterstützt. Dabei wollte Paul nur 1200 Euro sammeln ...

„Ich bin total überrascht“, freut sich Paul, mit diesem Riesenerfolg hatte selbst er nicht gerechnet. Was die Leute in aller Welt so begeistert: Paul will Auszüge aus Stadtplänen auf eine silberne Aluminum-Folie ziehen, wobei die Druckfarbe in verschiedenen Schichten so aufgetragen wird, dass eine Art Relief erscheint. Scheint dann Licht auf diese besonderen Poster, so reflektieren die verschiedenen Schichten ganz unterschiedlich das Licht. Geht man an dem Poster vorbei, dann spiegelt sich je nach Blickwinkel das Licht anders - Hannovers Maschsee funkelt! Seine Heimatstadt ist natürlich dabei, genau wir 67 andere Metropolen von New York über San Francisco, Peking, Tokio und Sydney bis Singapur. „Urbn Reflections“ hat er seine Poster genannt - das „a“ hat er mit Absicht unter den Tisch fallen lassen. Fünf (Größe zehn mal 15 Zentimeter) bis 86 Euro (70 mal 100 Zentimeter) kosten die Bilder. Die Idee hatte der umtriebige Designer, weil er selbst gern reist. „Mich interessieren urbane Stadtstrukturen“, sagt der Mann mit dem Blick für Details im Video seiner Kickstarter-Kampagne. Stadtpläne sind auf Reisen seine ständigen Begleiter. Aber auch wenn Paul nach der Arbeit in seiner Wohnung ist, träumt er vom Reisen und erinnert sich an seine Touren, am liebsten nach Kapstadt und Kopenhagen: „So kam mir der Gedanke, dass es toll wäre, visuelle Erinnerungen an die Trips zu haben.“ Eine Stadt wechselt im Laufe des Tages ihr Gesicht. Pauls Poster auch - je nachdem, in welchem Winkel das Tageslicht darauf fällt.

www.urbnreflections.com


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