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Mensch-Hannover Cherundolo genießt den See am liebsten im Süden
Menschen Mensch-Hannover Cherundolo genießt den See am liebsten im Süden
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00:16 11.08.2017
GENIESST DAS MASCHSEEFEST: Steven Cherundolo bekommt demnächst sogar seinen eigenen Drink an der Löwenbastion. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Das hört sich schon mal lecker an: Macaronesian White Gin, ein Lorbeerblatt, ein bisschen frische Minze, aufgefüllt mit Fentimans Tonic Water: „Und das Ganze mit einer Grapefruit-Zeste garniert.“ So mag Steven Cherundolo (38) seinen Gin Tonic am liebsten, den Drink des Amerikaners gibt es bald auch auf dem Maschseefest!

Sein Freund Sascha Casado (43) wird die Kreation des Kickers (trainiert die U 17 von Hannover 96) am Südufer verkaufen, dort befindet sich im kulinarischen Konglomerat der Löwenbastion die „Gintone­ria“. „Wir haben 17 unterschiedliche Sorten im Angebot“, erzählt der Gastronom und Veranstalter (Planbar Projekte, Bar- und Baristaschule). In jeder Maschseefestwoche setzt er einen Schwerpunkt, nun beginnt die Woche der deutschen Gin-Sorten, in der nächsten ist der Macaronesian bei den Varianten von den europäischen Küsten (Kanarische Inseln, Irland, Frankreich) dabei. „Der Macaronesian ist mein persönlicher Liebling“, so Casado. Kein Wunder, beide – Flasche und er – stammen schließlich aus Spanien. Hingucker sind alle beide, das Getränk aber vor allem wegen seiner Herstellung: Die Jungs an der Bar benutzen nämlich Trockeneis, „es bleiben viele Leute stehen und gucken sich das Spektakel an“, so Casado. Vorteil: Das Getränk wird so runtergekühlt (auf minus 78 Grad!) und verwässert nicht.

Der 43-Jährige weiß, wa­rum so viele Leute die Nase vom Modegetränk Gin noch längst nicht voll haben: „Eindeutig wegen der vielen Kombinationsmöglichkeiten und der Vielfalt, die es mittlerweile gibt.“ Mit den Themenwochen will er so viele Kreationen wie möglich vorstellen und unter das durstige Volk bringen. Wer Lust hat, testet ab heute mal den August-Gin aus Augsburg, den aus dem Müritz-Nationalpark und die Sorte Lyonel aus Weimar.

Neben ihrer dicken Freundschaft (sie gründeten gemeinsam auch den Verein Kinderherz) ist es vor allem das Genießen, das Cherundolo und Casado seit Jahren verbindet. „Ich bin da echt pingelig“, gibt der ehemalige Fußballer zu, „mir geht es um Qualität und darum, mit allen Sinnen zu genießen.“ Deshalb ist für die 96-Legende (370 Spiele, sieben Tore) das Maschseefest ein Muss: „Das ist hier wirklich der schönste Platz am See“, sinniert der zweifache Vater an der Löwenbastion, „hier habe ich alles im Blick: das Stadion, das Strandbad – und Gedränge wie an anderer Stelle gibt es hier nicht.“ Und sowieso ist er eher der Strandtyp und verbringt die Urlaube im Süden statt im Norden – „oder eben am Südufer der Maschsees“.

Seinem Drink hat er nach etwas Bedenkzeit einen passenden Namen gegeben – der „Sieger“. Schon im römischen Reich wurde Gewinnern ja nach erfolgreichen Spielen ein Lorbeerkrank aufgesetzt, daher seine Assoziation. Clever!

Wer probieren möchte, bestellt sich an der „Ginto­neria“ ab der nächsten Wo­che einen „Sieger“ (elf Euro). Wer nicht so lange warten möchte, bekommt den Drink aber auch ab sofort. Wir sind gespannt, was Cherundolo sich da zusammengemixt hat – Prost!

Von Mirjana Cvjetkovic

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