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Mensch-Hannover Carolin Klöckner: Ihre Wein-Majestät besucht die „Insel“
Menschen Mensch-Hannover Carolin Klöckner: Ihre Wein-Majestät besucht die „Insel“
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17:01 08.02.2019
Carolin Klöckner Quelle: dpa
Hannover

Daran, dass sie Weinkönigin geworden ist, ist er ein bisschen beteiligt gewesen: „Ich hatte beim ersten Durchgang der Königinin von der Mosel meine Stimme gegeben“, gibt Norbert Schu (65) aber zu, „ich bin ja Moselaner, da kenne ich nichts.“ Als seine Favoritin dann rausgeflogen war, hat der Spitzengastronom nur noch Augen für eine – Carolin Klöckner (23).

Und die Studentin der Agrarwissenschaften hat den Titel dann auch geholt – und Schu sie zu sich nach Hannover in die „Insel“. Sonntag ist die Majestät aus dem Anbaugebiet Württemberg zu Gast bei einer besonderen Weinprobe, Schu hat vier Winzer aus Württemberg in seinem Restaurant am Maschsee – vom Weingut Aldinger, Dautel, Heid und Schnaitmann. Naheliegend, dass Klöckner mit von der Partie ist. „Ich bin jetzt quasi Botschafterin der Region“, erläutert Klöckner der NP, „dabei geht es aber nicht nur darum, Menschen den Wein als Getränk nährer zu bringen, sondern auch die Kultur und Mentalität.“

Es ist ein Vollzeitjob, den die 23-Jährige seit der Wahl im Herbst inne hat, „ich komme auf mehr als 200 Termine für das Amtsjahr.“ Viel Zeit für etwas Anderes bleibt da kaum, auch ihr Studium ruht gerade mehr als dass sich etwas tut. „Dafür habe ich so tolle Möglichkeiten“, schwärmt Klöckner von ihrer Funktion, „ich lerne Deutschland kennen, war auch schon in Paris und Wien unterwegs, im Frühjahr geht es sogar nach Tokio und Hongkong.“

Ist sie denn mehr im Team Weißwein oder bevorzugt doch eher rot? „Weil Württemberg mehr von Rotwein geprägt ist: eher rot“, so die First Lady des Weins. Sie hat es übrigens geschafft, nach 32 Jahren als 70. Weinkönigin den Titel in ihre Heimatregion zu holen und vertritt nun gut 20 000 deutsche Winzer aus 13 Anbaugebieten. „Wir haben so tolle Rotweine bei uns, dass man sich überraschen lassen kann. Viele wissen das gar nicht. Die können wirklich mit den internationalen mithalten.“

Übrigens hatte auch Wein-Super-Experte Schu das Gebiet gar nicht auf dem Zettel: „Bei Württemberg habe ich an Mercedes, Porsche und Hightech gedacht“, gesteht er – und ließ sich eines Besseren belehren. 15 Weingüter hat er besucht und die aus seinen Augen besten Winzer und ihre edlen Tropfen für die Veranstaltung eingeladen: „Nicht populär, aber grandios!“ Mittlerweile hat er gut 50 Positionen auf seiner Weinkarte – sie gehört zu den größten der Bundesrepublik.

Klöckner freut sich auf ihren Hannover-Trip, nicht nur, weil sie dann aus Berlin angefahren kommt, wo sie zur Berlinale eingeladen ist. „Meinen ersten Anknüpfungspunkt hatte ich vergangenes Jahr – da war ich auf der Weinmesse Baden-Württemberg Classics in Hannover.“ Nun will sie ihr Netzwerk vergrößern und sich auch ein Schlückchen genehmigen – da gehört ja irgendwie dazu. „Vielleicht trinke ich sogar ein Bier, da soll es doch gute Sorten in Hannover geben.“ Fragen nach ihrer Trinkfestigkeit nerven Klöckner, „das ist der absolut falsche Ansatz. Ich habe ja auch eine Vorbildfunktion.“ Gut so!

Für die „Weinprobe Württemberg“ gibt es in der „Insel“ (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 81) noch Plätze. Beginn ist um zwölf Uhr (Ende 17 Uhr), der Preis beträgt 69 Euro, Schwäbische Schmankerl und Wein inklusive.

Von Mirjana Cvjetkovic

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