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AUSSERIRDISCH:
Justin Biebers Karriere 
geht auch im dritten Jahr 
steil ab wie eine Rakete.

AUSSERIRDISCH:
Justin Biebers Karriere
geht auch im dritten Jahr
steil ab wie eine Rakete.© Ballesteros

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Bibers Leben ist ein Witz

Die Zutaten hätten auch für eine Action-Serie gereicht. Morddrohungen, angeblich gestohlene Nacktbilder, Beziehungsstress. Doch offenbar glaubt der amerikanische TV-Sender ABC doch eher daran, dass Justin Biebers (18) Leben für einige Lacher gut ist.

Berlin. Im nächsten Jahr soll eine Comedy-Serie beginnen, die den Alltag eines Teenie-Stars vor seinem Durchbruch zeigt. Bieber spielt sich nicht selber, steht aber wohl hinter der Kamera. Sein Leben - ein Witz? Die Karriere des Kanadiers ist Vorlage für das Drehbuch.

Kaum ein Künstler hat in kurzer Zeit so einen Hype ausgelöst: Erster Plattenvertrag mit 13 Jahren, zwei Jahre später die erste Hitsingle, „One Time“, heute folgen ihm 31 Millionen Fans bei Twitter, das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ errechnete für 2012 Einnahmen von 41 Millionen Euro. Lady Gaga, Rihanna und Coldplay verdienten weniger. Allerdings haben die auch nicht so ausgebuffte Marketingkonzepte. Bieber hat bereits seine zweite Biografie veröffentlicht, sogar seine Mutter hat ein Buch geschrieben. Dazu ein Film, mehrere Varianten seiner Alben, Werbeverträge.

Schlagzeilen macht der 18-Jährige ebenfalls genug. Der genaue Beziehungsstatus mit Selena Gomez (20), auch ein Teenie-Star, ist derzeit ungeklärt. Der Diebstahl eines Laptops mit vermeintlichen Nacktbildern war inszeniert - und lenkte Fans im Internet auf eine Seite mit der Videopremiere eines neuen Songs. Ein verurteilter Mörder in den USA hatte gestanden, zwei Auftragskiller auf Bieber angesetzt zu haben. Der Mädchenschwarm mit Milchbubi-Charme spaltet die Geister: Millionen verachten ihn als talentfrei, aber niedlich genug, um die Herzen der Mädchen zwischen sechs und 14 zu berühren.

Doch auch Bieber wird älter - und muss den Absprung vom Disney-Pop schaffen. Sein aktuelles Album „Believe“ klingt schon etwas reifer, ist aber immer noch Kinderkram. Zum ersten Mal kommt er nächstes Jahr mit einer Tour auch nach Deutschland und spielt zwischen dem 28. März und dem 6. April in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Dortmund und Köln. Das Publikum wird zu großen Teilen aus Eltern bestehen, die den Nachwuchs begleiten. Für die könnte der Abend auch eine Komödie werden. Oder ein Horrorfilm.