Navigation:
„Re-Kreationen“: So nennt Susanne Riemann ihre expressiven Bilder.

„Re-Kreationen“: So nennt Susanne Riemann ihre expressiven Bilder.
© Christian Behrens

Susanne Riemann

Berühmte Schwester, beeindruckende Bilder

Sie ist nicht nur die große Schwester der berühmten Schauspielerin Katja Riemann (53): Die NP traf die Künstlerin Susanne Riemann (64) in ihrer aktuellen Ausstellung und sprach mit der begeisterten Lehrerin über Familie, Projekte mit Katja und ihre Bilder, in denen sie Meisterwerke aus dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts neu interpretiert.

Hannover. Ihre Bilder sind intensiv, die Farben beeindruckend. „Re-Kreationen“ heißt die Ausstellung von (52). Mit ihrer berühmten Schwester hat Susanne Riemann schon einige Projekte gemeinsam gemacht, drei Bilderbücher haben sie herausgebracht, Susanne Riemann hat für Katja CD-Cover entworfen und sie in vielen eindrucksvollen Porträts verewigt, die sie „Ansichten meiner Schwester“ genannt hat.

Die Riemann-Geschwister verstehen sich gut, während ihres Schauspielstudiums hat Katja Riemann als junge Frau in Hannover auch kurz bei ihrer Schwester gewohnt. Als Erwachsene halten sie engen Kontakt, der Ruhm hat sie nicht auseinandergebracht, im Gegenteil. Zu Weihnachten hat ihr Katja Riemann einen Indigo-Stein von einer Indien-Reise mitgebracht. Mit ihm hat die Künstlerin jetzt das Wasser in der Bilderserie „Die vier Elemente“ gemalt. „Das hat schon etwas Ursprüngliches, mit einem Stein zu zeichnen“, freut sie sich über das satte Blau: „Als ich damit zu malen angefangen habe, habe ich gleich ein Foto davon meiner Schwester geschickt.“ Der Bilderzyklus, in dem vier Frauen Feuer, Wasser, Erde und Luft darstellen, ist erst auf den letzten Drücker fertig geworden: „Beim Feuer war die Umsetzung des Themas am schwierigsten, da ich keine brennende Frau malen konnte“, erzählt sie und blickt zufrieden auf das Bild. Ihre Darstellung jetzt: Die Frau, geschützt von einem Ascheumhang, tritt mit einem Fuß auf die Glut und beherrscht so das Element.

„Ich brenne für meine Arbeit in der Schule“

Wenn sie nicht in ihrem Atelier malt, unterrichtet Susanne Riemann an der Humboldtschule Kunst: „Ich brenne für meine Arbeit in der Schule“, sagt sie mit leuchtenden Augen. Neben dem Unterricht leitet sie die Kunst-AG des Gymnasiums, Generationen von Kindern hat sie da für die Malerei begeistern und fördern können: „Wer durch die Schule geht, kann überall unsere Arbeiten entdecken.“ Im Sommer wird sie pensioniert. Doch die kreative Powerfrau weiß, was sie machen wird: malen, malen, malen. Und manchmal auch verreisen, in Bari (Italien) plant sie die nächste Ausstellung.

Die Ausstellung „Re-Kreationen“ läuft bis 27. Mai im Friseursalon Schartenberg (Am Stöckener Bach 24).

Von Maike Jacobs

Hannover, am stöckener bach 24

Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige

Bild des Tages

Endlich ist die Sonne in Hannover mal wieder rausgekommen. Hier fotografiert von Julian Stratenschulte in der Eilenriede.

zur Galerie