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Mensch-Hannover Aus allen Löchern: Flötenmann Vosteen
Menschen Mensch-Hannover Aus allen Löchern: Flötenmann Vosteen
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06:17 13.10.2012
VIELE FLÖTEN, STARKE FRISUR: Gabor Vosteen wohnt für zwei Monate in Hannover, um Teil der GOP-Show „Toys“ zu sein. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Ein paar Flöten, Klamotten, Bücher, eine Gitarre und seinen Computer - das sind schon alle privaten Dinge, die Gabor Vosteen (32) für die nächsten Wochen um sich hat. Der gebürtige Delmenhorster ist für zwei Monate in einer Künstlerwohnung am Lister Platz untergekommen. Die Wohnung wird ihm vom GOP-Varieté gestellt.

Vosteen ist der „Flötenmann“ in der Show „Toys“. „Ich spiele etwa ein bis zwei Stunden am Tag auf der Flöte. Und auch Gitarre übe ich momentan ziemlich fleißig“, erklärt er sein Gepäck. Der Computer sei super, weil man Filme und Musik bei sich hat - „außerdem schreibe ich viele E-Mails“. Was er am liebsten für Filme schaut? „Och, Filme.“ Gibt es Lieblingsschauspieler? Auch da hat er keine Antwort parat. Welche Musik er gern hört? „Ja, mal Jazz, mal Klassik oder auch mal Pop - billigen Pop.“ Beim Ausfüllen von einem dieser Freundschaftsbüchlein würde sich der Musiker wohl sehr schwer tun.

Mit sehr viel mehr Begeisterung erzählt er von einem Buch, das er gerade liest: „Das Dekameron von Boccaccio ist aus der Zeit der Pest - ein paar junge Leute sind vor der Pest in ein Landhaus geflohen und erzählen sich dort ihre lustigsten Geschichten.“ Er habe das Buch extra im Antiquariat bestellt. Antiquariate suche er häufiger auf - bei Büchern über Komik schlägt er zu.

Ein klares Bekenntnis: „Ich wollte immer Clown werden“ - schon als Siebenjähriger habe er kopfüber auf einem Sesselmit roter Clownsnase Flöte gespielt. Ein Jahr zuvor hatte er mit dem Musizieren begonnen. „Blockflöte spielen war total uncool“, erzählt er lachend. In seiner Jugend habe er auch andere Instrumente ausprobiert - coolere, was nach Vosteens Meinung ungefähr jedes Instrument sei.

Der Aufenthalt in Hannover ist nicht sein erster. Vosteen ist Diplom-Instrumentallehrer. Studiert hat er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien: Hauptfach Flöte, Nebenfach Klavier: „Ich mag Hannover.“ Warum er nach Berlin gezogen sei? „Die Kontakte zu anderen Künstlern und meine Freundin haben Berlin zur Wahlheimat werden lassen.“

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