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Mensch-Hannover Applaus für die zweite Stunk-Runde im GOP
Menschen Mensch-Hannover Applaus für die zweite Stunk-Runde im GOP
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22:12 12.02.2018
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Hannover

Bange machen gilt nicht! Ex-First-Lady Bettina Wulff (44) hat  in diesen Tagen offenbar Nerven wie Drahtseile: Gestern stand sie auf der Bühne des GOP-Varietés und sang mit Kabarettist Matthias Brodowy (46) dessen Hannover-Hymne „Stadt mit Keks“ mit neuen Strophen – viele andere hätten sich in ihrer Situation wohl lieber zu Hause verkrochen. Hintergrund: Erst Ende Januar hatten Unbekannte versucht, in das Haus von Alt-Bundespräsident Christian Wulff (58) und seiner Familie in Großburgwedel einzubrechen. Und dann hatte auch noch vor ein paar Tagen ein verwirrter 34-Jähriger an der Haustür geklingelt und Bettina Wulffs Sohn Leander (14) bedroht. Die Ermittlungen laufen, die Ex-First-Lady ließ sich durch die Vorfälle den Karnevalsspaß nicht verderben – zumal gestern auch ihr Mann im Publikum saß und aus der ersten Reihe heftig Applaus spendete.

Auch Ministerpräsident Stephan Weil (59) hatte sich zur Stunksitzung getraut – dabei ist die SPD in diesen Tagen dankbare Zielscheibe für Spott und Häme. „Eine Steilvorlage“, findet Kabarettist Brodowy – und empfindet fast so etwas wie Mitleid mit dem tragischen Drei-Tage-Außenminister Martin Schulz (62): „Der kannte nur seinen Elfenbeinturm in Brüssel. Da hat er mit Staatsleuten verhandelt – nicht mit Parteifreunden.“

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Fotos: Dröse

Brodowys Programmteil hatte gestern wenig mit dem Stoff der ersten Stunksitzung vor einer Woche zu tun: „Ich habe um 20 Uhr vorsichtshalber nochmal die Nachrichtenlage auf dem Handy gecheckt.“ Bei der Gesangseinlage mit Bettina Wulff („Meine Frau singt mit ihr im Chor“) blieb es, das Duo legte noch eine Schippe drauf: „Ich habe ein 18 Jahre altes Gute-Nacht-Lied rausgekramt“, verriet Brodowy über das Show-Finale.

Das gefiel auch  Promi-Gästen wie Vize-NDR-Intendant Arno Beyer (63), Ex-Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg und Ricarda und Udo Niedergerke. OB Stefan Schostok (53) hatte sich nach einer fiesen Erkältung im Rathaus zwar wieder zum Dienst gemeldet, zur Stunksitzung kam er aber nicht. Virtuell war er trotzdem da­bei – Narren-Chef Martin Argendorf (63) freute sich diebisch über ein Satire-Interview mit realen Schostok-Antworten, die er mit neuen Fragen zusammengeschnitten hatte: „Üstra-Affäre, Härke-Affäre, D-Linie, Blaue Säcke, der Abriss der Maschmeyer-Villa, die stummen 96-Ultras – die Themen lagen auf der Straße.“ Zwei ausverkaufte Stunksitzungen in diesem Jahr sind ein Versprechen für die Zukunft: „Wir haben schon zwei GOP-Termine für 2019 geblockt. Vielleicht geht auch noch mehr.“

Der OB könnte sich also schon mal den 28. Januar oder den 4. März 2018 im Kalender notieren.

Andrea Tratner

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