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BERÜHMTE MUTTER, BEKANNTE TOCHTER: Vor einem Jahr besuchten Mutter und Tochter eine Veranstaltung in München.

BERÜHMTE MUTTER, BEKANNTE TOCHTER: Vor einem Jahr besuchten Mutter und Tochter eine Veranstaltung in München.© dpa

NP-Interview

Allegra Curtis: „Es gibt Momente der Sehnsucht“

Schönheit ist ihr Thema – das hat Allegra Curtis (51) von Weltstar Christine Kaufmann. Jetzt will sie die Kosmetiklinie ihrer verstorbenen Mutter fortführen – bei Channel 21 in Hannover. Freitag, den 18. August ist Premiere von 14 bis 18 Uhr.

Hannover. Frau Curtis, Ihre Mutter ist im März gestorben. Wie ist es Ihnen seitdem ergangen?

Es geht mir immer besser. Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit für mich, vor sieben Jahren habe ich ja auch meinen Vater verloren. Und dass meine Mutter so schnell stirbt, damit hätte ich nicht gerechnet. Es war einfach sehr surreal. Es gibt immer noch Momente der Sehnsucht.

Welche sind das?

Einfach nur mir ihr Mittag essen, lachen, ein Weinchen trinken. Sie fragen – zu ihren Produkten, meinem Schmuck, meinem neuen Freund, den ich seit acht Monaten habe. Ich habe sie immer angerufen und gefragt. Nun geht das nicht mehr, es ist manchmal noch wie ein schlechter Traum, aus dem ich nicht mehr aufwache. Es ist einfach nur traurig, dass ich keine Mama mehr habe.

Wie haben Sie die letzte Zeit miteinander verbracht?

Wir waren viel zusammen und haben sehr viel miteinander gesprochen. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar, dass wir noch so viel wertvolle Zeit miteinander verbringen konnten.

Was hat Sie dazu bewogen, die Kosmetiklinie von Christine Kaufmann fortzuführen?

Für uns war das selbstverständlich, wir haben oft darüber gesprochen. Jedoch war die Überlegung, dass das passiert, wenn sie in Rente geht – nicht wenn sie stirbt. Ich bin gelernte Maskenbildnerin, habe mir damit meine Schauspielschule finanziert. Für Marken wie Lancôme und Bobby Brown habe ich gearbeitet, außerdem viele Artikel zu Beautythemen verfasst. Als Kind habe ich meine Freundinnen geschminkt, ihnen die Haare gemacht. Ich war schon immer eine bo­denständige Tussi.

Ist es ein schweres Erbe?

Das Schwere für mich ist die Frage „Werde ich angenommen?“. Und zwar als Tochter von Christine Kaufmann. Ich bin aber nicht meine Mutter. Ich möchte ich selbst sein und mit meinem Wissen punkten und eine Kombination aus dem Know-how meiner Mutter und meinen eigenen Erfahrungen vermitteln. Ich hoffe, die Zuschauer sehen es als Familienprojekt und akzeptieren mich.

Haben Sie sich als Kind schon Tricks und Kosmetikkniffe bei Ihrer Mutter abgeguckt?

Ich bin ja nicht mit ihr aufgewachsen. Aber immer, wenn ich sie im Sommer besucht habe, habe ich ihr bei ihren Schönheitsritualen zugeschaut und diese bis heute übernommen. Andere lernen das Kochen von ihrer Mama, ich habe das gelernt.

Wie wollen Sie die Marke weiterentwickeln?

Zunächst will ich schauen, wie es läuft. Die Basis der Idee meiner Mutter soll im­mer erhalten bleiben, ich würde langfristig die Linie lediglich ergänzen.

Wie lange brauchen Sie morgens eigentlich im Bad?

Etwa 20 Minuten. Ich wasche mein Gesucht, trage Concealer auf, um die Haut eben zu machen, Wimperntusche, Lipgloss. Abends zum Ausgehen kann es dann mehr sein. Es sollte so natürlich wie möglich sein – die meisten Frauen wollen ge­schminkt sein, aber nicht ge­schminkt aussehen. Das versuche ich auch zu vermitteln.

Ihr Beauty-Tipp?

Eine gute Hautpflege, das ist die Grundlage. Ansonsten sollte man nie mit Make-up schlafen gehen, sondern immer mit sauberer Haut. Übermüdeter Haut tut kaltes Wasser gut, so als Frischekick. Und genug Schlaf schadet auch nicht.

Werden Sie denn oft in Hannover sein?

Ich schaue zunächst, wie die Sendung ankommt. Wenn es funktioniert, was ich sehr hoffe, dann bin ich häufiger in der Stadt. Ich kenne Hannover noch gar nicht und würde mich freuen, die Stadt besser kennenzulernen.

Von Mirjana Cvjetkovic


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