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FREUT SICH: Ralf Zitzmanns Plattenlabel Agogo Records gibt es seit zehn Jahren.

FREUT SICH: Ralf Zitzmanns Plattenlabel Agogo Records gibt es seit zehn Jahren.
© Heusel

Jubiläum

Agogo Records feiert Geburtstags-Party im Pavillon

Der Start war schwer, aber die Erfolgsgeschichte geht hoffentlich noch weiter: Zehn Jahre alt wird das Hannover-Plattenlabel „Agogo Records“ – Ralf Zitzmann (53) feiert den runden Geburtstag Sonnabend ab 20 Uhr im Pavillon (Lister Meile 4) mit einem Klasse-Programm.

Hannover. Das passt doch zum zehnten Geburtstag seines Plattenlabels „Agogo Records“, der Sonnabend mit einer großen Party im Pavillon gefeiert wird: „Es ist als ob, die Filmszene unsere Musik entdeckt hätte – es spricht sich rum“, freut sich Ralf Zitzmann (53). Vergangenes Jahr landeten Songs aus seiner Schmiede in Hollywoodstreifen wie „Zoolander 2“ mit Ben Stiller (51) und „Die Wahlkämpferin“ mit Sandra Bullock (53), der österreichische Kabarettist Josef Hader (55) bedient sich für die Tragikomödie „Arthur & Claire“ ebenfalls bei Zitzmanns Repertoire.

Er hält Lutz Krajenski für „ein Genie“

Zeichnete sich die Erfolgsgeschichte schon bei der Gründung ab? Zitzmann winkt ab. „Beim Start dachten wir, wir werden ein Monster-Label – dann brach ein Jahr darauf die Musikindustrie zusammen“, erinnert er sich an die dunkle Zeit, aus der er als Einzelkämpfer hervorgegangen ist. „Man muss halt durchhalten.“ Das Jahr 2018 hat er schon voll verplant, im Frühjahr erscheint ein Album, auf dem Lutz Krajenski (44, „Der Mann ist ein Genie“) zehn unterschiedliche Agogo-Titel neu eingespielt hat.

Zitzmann hat immer noch Lampenfieber

Doch erstmal visiert Zitzmann das Jubiläums-Konzert am Sonnabend an: „Ich bin total aufgeregt“, sagt der gelernte Schauspieler, der außerdem seit 15 Jahren die Partyreihe „Calamari Moon“ in der Cumberlandschen Galerie veranstaltet. „Das Lampenfieber geht wohl nie weg“. Eine Rede für das Publikum und die alten Weggefährten wird er im Pavillon vermutlich nicht halten: „Wir feiern eher die Musik, nicht das tolle Label“, gibt er sich bescheiden.

Das Programm ist jedenfalls vom Feinsten: Ab 20 Uhr spielen Sonnabend Hidden Jazz Quartett, Super Soul (das Debütalbum erscheint heute), Mop Mop, Mo Horizons mit Denise M’Baye (41), Renegades of Jazz legen auf. Der Eintritt kostet 24 Euro.

Von Andrea Tratner